Montag, 6. Juni 2011

10 Jekatrinburg - Omsk- Novosibirsk

Wir fahren durch  die Weiten von Sibirien. Herz von Sibirien ist Novosibirsk
wobei über 1500 km dazwischen liegen

Häuser  resp. Siedlungen werden rarer. Die Landschaft wird zunehmend flacher. Weiden, riesige Weizenfelder und Wälder wechseln sich ab.



 Plötzlich aus dem Nichts taucht die Stadt Tjumen auf. Sibirien , was eigentlich schlafendes Land heisst lebt doch.
Neuste Einkaufszenteren umgeben mit neuen Wohnsiedlungen: eine Stadt wie aus der Retorte



Der Bauboom in Tjumen hängt  mit den  Oel- und anderen Bodenschätzen Sibiriens zusammen

Bezüglich Kernkraft kennt man hier keine Berührungsängste: Vier Reaktoren stehen direkt am Rande der Stadt 

Flugplatz mit vielen Privathelikoptern
Auch eine Lösung um den dichten Verkehr zu entgehen
.

.
 Es ist Samstag, alle wollen zu Daja hinausfahren. Holzkohle und Spielzeug  kauft man an der Strasse..


ebenso frische Birkenzweige für die bessere Durchblutung der Haut beim Baden

Russisches Camping in den Wäldern von Tjumen: kleine Zelte aber umso lautere Musik



Wer kein Zelt hat mietet  sich einen Wohnwagen


Zahlreiche Trinksprüche: Der Wodka fliesst in Strömen, bei Temperaturen von 25°C. 


Picknick im Gras, der Samowar darf nicht fehlen

 Drei Becken mit heissem Thermalwasser werden von Jung und Alt rege benutzt




Die Russen staunen über unseren Besuch: solche Autos sind hier sehr selten, vor allem diejenigen mit eingebauter Waschmaschine und Grill.




Alles immer gerade aus Richtung Osten. Links und rechts Getreidefelder...




oder Grasflächen

Birkenwälder, Birkenhaine oder stattliche Einzelbäume:  Der Baum ist das prägende Element der Landschaft.




Ab und zu findet man dazwischen sogar was essbares: frischer Birkenröhrling


Trotz den riesigen Ackerflächen ist Russland immer noch ein Nettoimporteur von Weizen.


Riesige Saatmaschinen mit Saatgutsilowagen sind erforderlich für die grossen Flächen








Gewitterstimmung




Einmalige Wolkenbilder am grossen weiten Himmel Sibiriens

Nicht ganz Russische Küche, aber schmeckt immer gut: Paella mit gefrorenen Shrimps und Fisch aus dem Supermarkt..



Weite Schilfgebiete weisen auf viel Wasser hin

Birken sind teilweise unten kahl und schwarz: eine Folge von Buschbränden in den trockenen Sommermonaten
Zuviel Nässe bringt ganze Wälder zum Absterben.


Harte Winter setzen auch der Strasse zu




Stroh wird gleich auf den Feldern deponiert



Ein Bushäuschen, aber weit und breit kein Dorf oder Haus: Die Siedlungen liegen teilweise recht weit weg von der Strasse.




Pferde werden auch von Russischen Cowboys zum Vieh zusammentreiben gebraucht

Wir fahren in Omsk ein, eine Stadt wie viele im modernen Russland. Nicht besonders hübsch aber auch nicht hässlich, aber mit viel Verkehr.

Neue Siedlungen,....

Sportpaläste...

deren grosser Parkplatz wir zum Uebernachten wählen. Immer wieder üben unsere Autos eine magische Anziehung auf ganze Familien und Schulklassen aus. Eine gute Gelegenheit um ein bisschen mit der lokalen Bevölkerung Kontakt zu kriegen
.
Ansonsten eine Europäisch anmutende Stadt, doch die zahlreicher werdenden Moscheen sind ein klares Zeichen, dass wir in Asien sind. In den Strassen verkehren meist Japanische Autos, die zudem rechtsgesteuert sind (Direktimporte).



Am  Morgen früh gehts über die Vorstadt weiter Richtung Osten. Das Navi weist uns den schnellsten Weg auf die Autobahn.  Diesmal landen wir aber auf einer schlammigen Erdpiste mit grossen Wasserlachen, die wir erst genau inspizieren bevor wir uns wagen durchzufahren, um dann bei einem Militärcamp der Panzertruppen zu landen. Obwohl nur 200m von der Autobahn , aber hier gibts kein Durchkommen.
Ich weiss nicht wer mehr erstaunt war, die russischen Militärs oder wir über das nicht geplante Zusammentreffen.
Ein Offizier weist mir höflich die Richtung: na Schlagbaum na leva... Zum Glück gibts imRussischen noch ein paar deutsch Wörter.


Nach so vielen Landschaften noch ein Portrait. Ja, sie ist wohlauf und hat einen gesunden Appetit.





Brachliegendes sumpfiges Land


Verblühter Löwenzahn, eine Pflanze die es bis in den letzte Ecke Sibiriens schafft

Wir Parken über Nacht bei einem Motel in einem kleinen Städtchen neben der Autobahn M51, die bis ans östliche Ende  des Kontinents nach Murmansk geht.
Empfangen werden wir traditionsgemäss mit frischem Brot und Salz.

 Der Bürgermeister und der Bezirkspräsident kommen zur Begrüssung persönlich und bringen gleich auch die Honorablen des Ortes mit: hochdekorierter Armeearzt und ein begabter Musiker.
Wir werden alle eingeladen mit unseren Familien nach Kargat in Sibirien zu ziehen, etwas was Touristen aus fernen Ländern  in der Schweiz sicher nicht zu hören kriegen.

Traditionsgemäss werden reihum Trinksprüche aufs Wohl der Reisegruppe und  Russen gemacht und mit Wodka begossen

Folkoristische Darbietungen. Die Musik typisch ein bisschen schwermütig.


Nachts erleben wir was Sibirien sonst noch bietet: Hunderte kleinster Blackflies stürmen unser Auto und dringen selbst durch die schützenden Fliegengitter.
Fast wie bei Wilhelm Busch mit den Maikäfern:  Wilde Jagd mit elektrisierter Fliegenklappe.

Die Strassen sind meist auf einem kleinen  Damm angelegt. Die seitlichen Entwässerungsgräben sind eigentliche Biotope

Morgens sind die Farben besonders schön und die Temperatuen im Bereich von 15 °C


Die ersten Sonnenstrahlen bringen die Tümpel zum dämpfen.




Wir ereichen die Grossstadt Novosibirsk (1.7 Mio ) Von weitem schon sichtbar die IKEA Reklamen die uns unserem Ziel, dem IKEA Restaurant mit WiFi  näherbringen.

1 Kommentar:

  1. immer wieder spannend z gseh, dass es au ide wiite vo sibirie no zivilisation hett...=) echt super din blog, dad! mer isch hutnöch debi=) lg doro

    AntwortenLöschen