Wir machen einen Abstecher zur Insel Olchon am Baikalsee. Dabei durchfahren wir die autonome Republik Buratien, deren Hauptstadt Ulan Ude ist .
Sprache, Schrift, Essen und Kultur in Buratien sind eng verwandt mit dem Mongolischen.
Auch die Landschaft und Siedlungsformen ändern sich stark: Die ehemaligen Nomaden betreiben hauptsächlich Viehzucht und nur wenig Ackerbau (Kartoffeln).
Wie in der Südamerikanischen Pampa werden die Herden von Cowboys zusammengehalten.
Neben der Strasse sind oft Marktstände der Landfrauen, die den Passanten frisch gemachte burjatische Leckerbissen anbieten: hier Teigtaschen mit Hackfleisch (posy).
Felder und Wiesen werden hier mit langen Zäunen umgeben, was im übrigen in Sibirien recht selten ist.
Abgeschirmt von hohen Bergen fallen hier am nördlichen Seeufer nur spärliche Niederschläge.
Auf die Insel Olchon gelangen wir mit einer Fähre
Sonnenuntergang um 10Uhr nachts
Der Haupthafen der Insel Olchon: zwei, drei Baracken, sonst nichts......
Am anderen Morgen gehts auf holprigen Pisten durch das steppenartige Gelände.
Unser Standplatz am Steilufer des Sees für vier Tage in der freien Natur
Ein paar wenige Lärchen gedeihen zwischen den Felsen
Typisch die tiefblaue Farbe dieses riesigen Sees von 500 km Länge. Der Inhalt des Sees entspricht 20 % der weltweiten Süsswasserreserven .
Klares Wasser, aber sehr kalt (ca 5°C) . Auf dieser Seite der Insel sind die Uferzonen relativ flach.
Kleine Murmeltiere sind ständig auf der Suche nach Essbarem.
Unsere beiden Dolmetscherinen, die die Reise begleiten. Anja links ist Burjatin
Trotz kargem Boden weiden zahlreiche Schafe in unserer Nähe
Auf der Wanderung dorthin nehmen wir gleich unseren Abfall mit zum 3 km entfernten Kübel mit.
Die Farm liegt direkt neben einer Hochspannungsleitung. Strom wird über den eigenen Transformer abgezweigt
Das Wohnhaus, eine einfache Baracke, aber mit riesigen Satellitenschüsseln
Hinter dem Haus sind die zwei Pferde angebunden.
Der alte Teppich an der Wand hat sich als gedrucktes Tuch herausgestellt....
Neben den Pferden einziges Transportmittel: ein altes Motorrad
Ställe werden nur im Winter gebraucht
Erst einen Tag auf den Beinen, aber schon ganz zutraulich
Wir werden von dem Usbekischen Bauernpaar begrüsst
und in die einfache Küche gebeten
Der Kachelofen für den Winter
Auf dem Farbfenseher aus den 70er Jahren läuft das Usbekische Programm
Im Vorraum schlafen die Kinder, in einem Bett.
Die Eltern schlafen neben der Küche, durch einen Vorhang abgetrennt...
Herzlicher Abschied.
Gastfreundschaft wie man sie nur hier erleben kann...
Sommerresidenz eines Fischerpaars am See.
Die Spezialität des Sees: Omul, kalt oder warm geräucht.
Neben dem Buddhismus gibt es eine alte schamanistische Tradition auf Olchon . Hier eine Opfestätte mit sogenannten Pferdepfählen an die farbige Bändel mit und ohne Inschrift zur Erfüllung aller Wünsche gebunden werden. Die Farbe Blau dominiert, die Verbindung zum Himmel.
Als Opfer werden kleine Münzen oder auch Zigaretten deponiert
Besuch des Schamanen.
Mit Klangschalen stimmt er uns auf den Anlass ein
Gut erkennbar die gekrümmten Schuhspitzen um die Erde nicht zu verletzen.
Mit geschlossenen Augen entlockt er der Trommel seltsame Rhytmen
Der Schamane gibt uns einen Einblick in die unbekannte Welt der Naturreligionen.
Der Schamane stellt die Verbindung her zu den Göttern und Dämonen der Unterwelt und des Himmels.
Der Schamanismus kennt keine Bibel oder Kirchen, die Rituale werden mündlich überliefert und in der freien Natur praktiziert.
Detail: deutlich sichtbar der gespaltene Daumen (rechte Hand), der fast etwas unheimlich wirkt.
Die Messingplatten am Hals sollen gegen Dämonen schützen, das Medaillon mit Portrait seiner Mutter zeigt die Bedeutung derVerehrung der Ahnen.
Eine wichtige Kultstätte: Der Schamanenfelsen
Wir machen einen Ausflug auf der Insel mit alten aber robusten 4x4 OAS-Bussen, die besser mit den Pisten im Norden zurechtkommen.
Auf der Insel gibt es nur noch wenige kleine Siedlungen
Traditioneller Empfang mit einer Schale Milch und einer Schale mit wohlriechendem, glühendem Pflanzenmaterial
Destillationsapparat zur Herstellung eines schnappsartigen Getränkes aus vergorener Milch.
Unten wird geheizt, oben mit einem Beken kalten Wassers gekühlt
In der Mitte wird der Schnaps aufgefangen.
Jeder kriegt ein Glas. Schmeckt so wie die Anlage aussieht.
Die Dorfälteste erklärt uns die Inneneinrichtung einer Holzjurte
Ringkampf wird schon von Jugendlichen praktiziert
Die Grossmutter schaut, dass beide zum Sieger werden
Im Norden der Insel werden die Lärchenwälder dichter
mit wilden Rhododendren dazwischen
Ein paar wenige Blumen haben sich an den trockenen Sandboden anpassen können.
Zum Mittagessen gibts Fischsuppe : Omul und Kartoffeln
Verfeinert wird die Suppe mit Vodka und dann mit einem glühenden Ast gerührt.
Rotfarbige Flechten bedecken das Gestein
Die Nordspitze der Insel: rechts die Steilküste. Hier gehts 1700 m in die Tiefe!!!!
Der See bildete sich in einem Riss der Kontinentalplatte.
Der See bildete sich in einem Riss der Kontinentalplatte.
Rückfahrt auf sandigen Pisten, die nur mit 4x4 Fahrzeugen gemeistert werden können
Auch hier gibts COOP: es ist der einzige Laden auf der Insel...
Der Laden bietet ein Sammelsurium an Lebensmitteln und Haushaltswaren.
Es reicht fürs Ueberleben
Sogar dunkles festes Brot kriegt man, etwas was wir in den kommenden Wochen in Asien vermissen werden.
Die Dorfjugend lässt sich gerne fotografieren.
Frische Fische vom Fischhändler und Fladenbrot bilden das Nachtessen
Die Möwen warten auf die Fischabfälle
Ausflug auf dem Wasser: Wir werden direkt an unserem Standplatz abgeholt...
Das Schiff schon etwas älter: Jahrgang 1951 !!! (ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste)
Aber GPS und Fishfinder sind vorhanden
Fütterung der Möwen, die auf den Felsinseln ihre Nester haben
Weiss getünchter Fels durch den Kot der Kormorane
Ein Lastwagen (Vorkriegsmodell ?) bringt uns Feuerholz.
Das Abschiedsessen auf Olchon ist angesagt: Ein Hammel wird geschlachtet. Alles wird verwertet, Innereien werden mit Kartoffeln auf dem Feuer gekocht (Bild), daneben garen die Fleischstücke in einem Sud.
Zum Abschluss wird eine Delikatesse serviert: Schafmagen mit gekochtem Blut.
Sieht schön aus und mundet vorzüglich.
Auf der Rückfahrt verdunkelt sich der Himmel, wir nähern uns einem Waldbrand
Ein grossflächiger Brand schwellt in den unzugänglichen Hügeln .Die Frau im Vordergrund bringt Löschwasser von Hand zu einer Brandstelle. Unmöglich so ein Feuer wirklich zu bekämpfen....
Glühende Holzstücke rollen bis auf die Dorfstrasse runter....
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