Donnerstag, 2. Juni 2011

No 8 Kasan - Tscheboksary- Izhevsk - Jekaterinburg


Wir verlassen Kasan und erreichen frühmorgens ohne Probleme die weiten Ebenen ausserhalb mit unendlich grossen Aeckern



Strassen sind immer beiderseits begleitet von Baumalleen (Birken oder Kiefern) zum Schutz von Wind und Schnee.
Der Landstreifen dazwischen wird oft auch als Ackerland verwendet

Lastwagen Rastplatz mit vielfältigem Angebot  lokaler Süssigkeiten und Fischen


Sehen aus wie Stör und schmecken ausgezeichnet



Autozubehör und Motorenoele in grosser Auswahl

Wir fahren auf Nebenstrassen durchs Land. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein. 



Idylle oder einfach vom Staat vergessen, das ist die Frage hier




Auf den Dorfstrassen heisst es langsam Fahren: Ueberall sind Enten- und Gänsefamilien unterwegs

Es gibt doch auch Industrie: Erdölförderung


Ehemalige Kolchose mit riesigen Ställen
. Heute am Zerfallen...


Kühe weiden in nicht umzäunten Wiesen. Der Kuhhirte und sein Hund haben alle Hände voll zu tun um die Kühe zusammenzuhalten.


Die Sicht von einem der wenigen Erhebungen gibt einen Eindruck von der Grösse dieses Landes
Viele dieser kleinen Siedlungen sind nur über erdige Pfade erreichbar


Russische Mittagsverpflegung : geräuchter Fisch und gebackenes

Wir stehen neben der Kirche in einem kleinen Dorf.
Es ist Sonntag und wir wollen dem Gottesdienst beiwohnen.
Zu unserer Ueberraschunfg findet vorne eine Abdankung und hinten im Altarraum gleichzeitig eine Taufe statt.
Alles sehr eindrücklich, vor allem der Priester in Weiss, der wie ein Apostel aussieht.



Obwohl nur eine Dorfkirche auf dem Lande, die Pracht der Ikonen ist erstaunlich

Wir kommen nach Izhevsk, der Hauptstadt der autonomen Republik Udmurtien

Alte Trams neben unzähligen alten Bussen als öffentliche Verkehrsmittel

Die Hauptkirche: Ein Neubau auf den Ruinen des zerstörten alten Baus



Auch am Sonntag bieten kleine Händler in den Strassen das Lebenswichtigste an.





Hierzu gehören auch alkoholische Getränke: Die Bierauswahl ist erstaunlich...

 Gut gesicherter Parkplatz im Stadtzentrum. Es kommt ein bisschen Zoofeeling auf, wenn alle Passanten aussen stehenbleiben um die fremden Autos zu besichtigen.....

 Monumentale Denkmäler wie überall in Russland: Hier der 30m Turm, der an die industriellen Errungenschaften von Izhevsk erinnert: Hier ist die Waffenindustie heimisch



 Altes Hauptgebäude der Firma Kalashnikov



Die Fabrikationshallen sehen etwas mitgenommen aus....

 Dafür lässt sich das Stadtkino zeigen...



Ueberall Denkmäler: hier das Krokodil, immer verbunden mit Geschichten dieaus Märchenbüchern stammen könnten.

 Auch der lokale Held der Sowietunion darf nie fehlen: in diesem Fall ein Fliegerleutnant der trotz feindlichem Feuer seine Mission vollendete. Die anschliessende Notlandung überlebte er wie ein Wunder.

Grab des unbekannten Soldaten: Der letzte Weltkrieg hat in Russland besonders viele Opfer gefordert.


Modell der  Ish-Werke, erster Motoradhersteller in Russland.



Im Kalashnikov Museum: Der Konstrukteur gleichen Namens dieser legendären Waffen lebt heute noch.




Frühmorgens werden die Herden auf die Wiesen getrieben...

 Die einzelnen Höfe sind immer vollständig eingezäunt, insbesondere auf der Strassenseite.


 Wir ereichen den Stausee bei Tschaikovsky, der über 100 km lang ist.

 Grosse Hochspannungsleitungen weisen auf das nahe Kraftwerk hin

 Wir fahren über den Staudamm an einem veritablen Hafen mit riesigen Schleusen vorbei

 Liebliche Landschaft


 Was auffällt, sind die grossen nicht mehr genutzten Landflächen mit Jungwuchs: Ein deutliches Zeichen der Landflucht



 Regnerisches Wetter verwandelt die Landstrasse in eine schmierige Piste.



 Friedhöfe sind meist auf offener Wiese

 Wir sind in Kungur, bekannt durch seine Eisgrotten
Nur wenige Meter im Berginneren sinkt die Temperaturen knapp über den Nullpunkt: hier erlebt man was  Permafrost bedeutet.

 Eiskristalle an der Decke, gewachsen über Jahre

Keine Stalktitten, dafür Eiszapfen


 Riesige Gewölbe, ursprünglich von Flüssen ausgehölt.




Von oben eindringendes Wasser bildet im leicht löslichen Gipsgestein orgelpfeifenähnliche Höhlungen.
Im Kalkstein werden im Gegensatz dazu Stalaktitten oder Stalagmitten gebildet.



 Unglaublich klaresWasser in den vielen Grottenseen
 Neues Mehrfamilienhaus: es wird nicht für die Ewigkeit gebaut



Produkte Magazin: Der Laden für Alltägliches auf dem Lande...





Dorftrasse

Der nächste Winter kommt bestimmt...

 Auch ein deutliches Zeichen der Landflucht...




Harte Realität: Fliessendes Wasser im Hause ist hier  noch keine Selbstverständlichkeit


Strasse im Ural mit Baumalleen.

 Trotz Oelreichtum benutzen viele Bauern noch Pferde

Breite Flüsse mäandern durch die weiten Ebenen


Blick in die Uralberge: Bewaldete Hügel von 300-600 m bilden die Grenze zwischen Europa und Asien


Hier dominiert ein artenreicher Mischwald

 Wir queren die transibirische Eisenbahn, ein wichtiges Transportmittel von Ost nach West, speziell für Bodenschätze wie Kohle und Erdöl.


 Der Ural ist geschafft. Wir erreichen Jekaterinburg, eine moderne Grossstadt. Wir sind jetzt in Asien..

Welch ein Gegensatz zu den ländlichen Dörfern: Shoppingcenter mit Ikea, OBI, Mc Donalds etc.


 IKEA mit sozialer Funktion: Treffpunkt der jungen Mütter mit Wickeltisch und Stillecke..


Eisbahn in der Zentrumshalle für die Grösseren


Nicht zuletzt erwähnenswert: wir haben in diesem Megastore wieder einmal Internet Zugang, sonst gäbe es diesen Blog nicht!

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