Montag, 27. Juni 2011

16 Irkutsk - Ulan Ude

Achtung: mit Ergänzung Ulan Ude - Grenze Mongolei

 
Der Angara, der Ausfluss des Baikal Sees bei Listwianka ist breiter als der Zürichsee


Blick südwärts: wie am Meer, die Grösse des Baikalsees lässt sich nur erahnen.

Strandpromenade Der Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Irkutsker

Kleine Datschen , hier mit typischer seitlicher Sommerküche und Gemüsegarten...


wechseln ab mit protzigen Villen mit Trakt fürs Personal (rechts) 

Saftige Blumenwiesen und Mischwald prägen die Ufer

 Wir besuchen das Baikalsee Museum: In mehreren Aquarien werden der Artenreichtum im Baikalsee gezeigt. Die meisten Arten sind endemisch, kommen also nur hier vor.

So etwa die Süsswasser Robben, die in Urzeiten vom Polarmeer hinaufwanderten. Sie sind sind nun auf einigen Inseln heimisch geworden.


Störähnliche Fische, nur eine der vielen Arten neben dem als Speisefisch bekannten Omul.

Daneben eine interessante Details zur Transibirischen Bahn, die einige Zeit einen Eisbrecher als Fähre über den See benutzte, da die schwierige Landetappe noch  nicht fertig gebaut war.
Im Winter wurden sogar Geleise direkt aufs Eis gelegt. 


Hier ein topographisches Modell des Sees, mit dem 1700m tiefen Graben (schwarz) direkt neben der Insel Olchon. In einer Video Show wird ein Tauchgang im Graben gezeigt.

Wir fahren über die bis 1000 m hohe Hügel ans Südende des Baikalsee , die auch die Eisenbahn überwinden muss .




Ueber eine lange Rampe wie beim Lötschberg gewinnt die Transibirische an Höhe. 


 Ueppiges Angebot an Omul in allen Varianten oberhalb des Dorfes

Bevor wir nach Ulan Ude fahren, machen wir noch einen Abstecher in den Tunkinsky Nationalpark
Lieblich Landschaft: breites Tal beidseits von Bergen eingerahmt.

  


Verschiedenste Schmetterlingen könnten den Grundstock für eine ganze Sammlung  bilden


Landschaftsimpressionen


Gewitterstimmung


 Es geht nach Arschan, direkt auf die Berge zu, die hier bis 3000 m hoch sind

Arschan is ein "Sommerkurort" direkt an den Ausläufern der Berge.

Aufgrund der hiesigen Sanatorien wird Arschan  als das Davos von Sibirien bezeichnet, wobei ich nicht sicher bin ob die Davoser daran ihre helle Freude haben.



 Der Kurpark: Die Schatten spendenden Bäume sind begehrt bei schwülen 27°C.

Unterhalt brauchts nicht: Kühe halten den Rasen kurz.


Hinten gegen die Berge in einer Schlucht gibts Thermalwasser und buddhistische Tempelanlagen


Neben Souvenirs made in China oder Mongolia werden eine Vielzahl von Kräutern für Tee oder als Heilmittel angeboten.

Daneben gibts aber auch frische Milchprodukte: Käse, Doppelrahm, Ricotta und feines frisches Ringbrot.



In der Schlucht hat auch ein Schamane seine Zelte aufgeschlagen



Der Wasserfall mit Wasserbecken wie im Tessin und  mit abenteuerlicher Brücke. Für eine Gruppenfoto auf der Brücke war niemand zu haben.




Auf der Rückfahrt Richtung Baikalsee finden wir einen romantische Stellplatz direkt am Wasser



Lagerfeuerromantik



In dieses topfebenne Gebiet findet man viele alte Flussläufe


Wieder am See fahren wir parallel zur Eisenbahn dem Seeufer entlang Richtung Ulan Ude.
 Brücken überqueren die zahlreichen Zuflüsse zum See.




Lunchstop beim Leuchturm


Wir geniessen zum letzten Mal die Sicht auf den imposanten See.
Von jetzt an gehts südlich Richtung Mongolei.


 Wir sind in Ulan Ude, der Hauptstadt von Buriatien

Monumentale Plastiken im bekannten Sowietstil am Stadteingang
Die Frau heisst Gäste herzlich willkommen




Im Zentrum von Ulan Ude: unverkennbar und unüberschaubar die Lenin Büste



Opernhaus, daneben Grossleinwand mit Lautsprecher  für Werbezwecke 


 Wir besuchen das ethnologische Freilichtmuseum Buriatiens. Hier wird uns  die Lebensweise der verschieden hier ansässigen oder eingewanderten Volksgruppen näher gebracht: Tunguten (eigentliche Urbevölkerung),  Buriatier die mit den Horden von Dschingis Khan aus der Mongolei kamen und Russisch Stämmige.
Auf dem Bild ein Ger (Jurte), die Behausung der nomadisch lebenden Buriaten, bestehend aus Scherengitter, einer Filzmatte (braun) und einer weissen Stoffabdeckung gegen die Sonneneinstrhlung



Das Innere einer Holzjurte ist klar aufgeteilt. Gegnüber dem Eingang der Platz für den Familienältsten, links dieFrauen, rechts die Gäste. Gefeuert und gekocht wird in der Mitte

Destillationsapparat für alkoholhaltige Getränke

Reich verziertes Sattelzeug zeigt die Bedeutung des Pferdes


Stelen mit mongolischen Inschriften
 aus einem buddhistischen Heiligtum




Die Behausung der russisch stämmigen Altgläubigen.
Eine Sekte entstanden durch Abspaltung von der orthodoxen Kirche.
Wurden vom Zar nach Sibirien verbannt um den Ackerbau der bei Nomaden unbekannt war zu fördern
Die Altgläubigen leben als Gemeinschaft in robusten Blockhäusern


Unverkennbarer Einfluss der russischen Architektur


Schöne Samowar Sammlung

Bett mit alter Quiltdecke


Krüge und Teller aus Ton und Birkenrinde


Kinderwiege, hängt an einem Stab von der Decke


Der bemalte Kachelofen, links schlafen die Eltern und Grosseltern, rechts die Kinder

Seidengewänder( chinesische Stoffe) mit dicker Fütterung für kühle Tage



Grosser Teppich aus Rosshaar

 Auf Bummel durch die gepflegte, saubere Fussgängerzone von Ulan Ude


Ueberall wird renoviert, doch bleibt noch einiges zu tun.

 Der Busbahnhof.  Der Bus ist das wichtigste Verkehrsmittel um in die umliegenden Dörfer zu gelangen.
Noch lange nicht jeder hat ein Auto.

Neben Schamanismus und Buddhismus hat sich auch die griechisch orthodoxe Kirche etabliert,


doch buddhistische Tempel (Tibet Stil) sind mehr und mehr anzutreffen



Auf unserem Standplatz im Föhrenwald erzählt uns  Wolfgang Herzog aus Deutschland über seine Hilfsorganisation zur Bekämpfung von TB bei Kindern.
Er bereist jedes Jahr Buriatien, hält Vorträge und organisiert mit der Regierung die Routineuntersuchungen.

Nebenan feiern Junge Buriatier ein Abschlussfest mit lauter Disco Musik


Chic gekleidet. Können Europäerinnen da noch mithalten?




Der Lärm der Disco veranlasst uns abends noch aus der Stadt zu fahren, obwohl sich ein Gewitter ambahnt.

Weite Landschaft, ein Vorgeschmack auf die Mongolei



Gewitterstimmung


Abendstimmung

Wir finden ein ruhiges Plätzchen am Ufer eines Sees,


 doch die Ruhe hält nur bis 05.00, dann wecken uns ein paar Fischer die unbedingt unser Auto inspizieren wollen



Wir verziehen uns zum Frühstück an ein kleines Flüsschen



Die Ebenen sind teilweise recht sumpfig





Landschaft wie im Jura


Die Wiesen sind voller rotem Türkenbund

 Typische Sandpiste

 
Um einen bizarren Felsbrocken wurde ein buddhistische Anlage gebaut ,

bestehend aus 4 Stupas mit Opferstock



Geopfert wird alles: Zigaretten Kleinmünzen, Bisquits, Bonbons.. 


 Das letzte Dorf vor der Grenze: man merkt die Abgeschiedenheit in diesem Tal weitab von Moskau

doch immer noch mit europäischem Einfluss. Die Kirche wird renoviert, aber keiner weiss wann diese fertiggestellt werden kann.


Das schönste Haus im Dorf



 Das Schulhaus mit dem Pausenhof: eine staubige Sache



Der letzte Uebernachtungsplatz in einem Föhrenwald nahe der Grenze erweist sich als heimtückisch.
Unser Fahrzeuge graben sich in den Sandigen Boden.



Letzte Spuren von uns im russischen Sand, dank Sandblechen nochmals gut gegangen

Hiermit verabschieden wir uns von Russland
Morgen gehts über die Grenze  in die Mongolei