Mittwoch, 17. August 2011

25 Xian-Xiahe (Kloster Labrang)


Wir verlassen Xian auf der Seidenstrasse westlich Richtung Pingliang und durchqueren fruchtbare Ebenen.
Gemüse, Sonnenblumen und  Mais wechseln ab mit Obstplantagen.
Die kleinen Ackerflächen sind oft durch Bäume abgetrennt

 
Die lokalen Produkte werden direkt an der Strasse verkauft

Hier wird gzeigt wie  man 14 Dreiradlaster auf der Autobahn transportiert



Der Verkehr ist auch am Sonntag enorm. Die LKW's kennen keinen Ruhetag. Die agressive Fahrweise führt immer wieder zu schweren Unfällen mit entsprechenden Verkehrstaus.


 
Wir stehen 3h im Stau auf der Autobah , bevor wir eine Ausfahrt auf die Landstrasse nehmen können.
An  der Mautstation wird mit Schweizer Präzision das Gewicht ermittelt. Der Tarif ist nur abhängig vom Gewicht, ob man nun im Stau gestanden ist oder nicht.



Wir sind nicht viel schneller unterwegs, da die Landstrasse mitten durch die Dörfer geht. Man schlängelt sich durch ein Gewühl von Menschen, Maschinen und Tieren. Höchste Aufmerksamkeit beim Fahren ist gefragt und zudem kennt das Navi nicht alle Strassen.



Bauer offeriert uns Hühner- Kücken


Die Apfelernte ist im vollen Gange. Jeder bringt seine Früchte auf den Markt, in kleinen


oder auch grösseren Mengen


Weizenfelder und Mais soweit das Auge reicht. Der Smog an diesem schwülen Sommertag ist ein grosses Problem in China

Die vielen Kohle und Atomkraftwerke helfen auch nicht gerade

                               

 Wir sind froh wieder in die Berge zu fahren. Die Strassenschilder sind meist zweisprachig: Chinesisch und chinesisch Englisch  







Typischer Hofeingang in Dörfern. Die Häuser sind immer mit Mauern gegen die Strasse abgetrennt




Auch Tierknochen werden wieder eingesammelt und verwertet





 
Kilometer langer Stau auf der Landstrasse.
Die PKW's schlängeln sich in der Mitte durch

Aber auch die Getränkeverkäuferin begibt  sich zwischen die Fahrzeuge um Kunden beidseitig bedienen zu können


Auch der Obstverkäufer am Strassenrand hofft auf gute Geschäfte.



Entlang der Strassen gibts viele Autowaschanlagen und Wassertankstellen für LKW's zur Kühlung der Bremsen. Hier sogar mit Handwaschbecken


Erneuerbare Energien sind auch in China ein Thema:
Wasserkocher auf dem Hausplatz 




Ohne Handwagen läuft nichts
Der Bauer bringt  Viehfutter vom Feld nach Hause 



Kommunikatonsprobleme im Restaurant: Was sollen wir nur bestellen?


Es gibt nur eine  Lösung, wir gehen in den Operation Room,

der sich als moderne Küche erweist,
Wir zeigen auf die gewünschten  Zutaten und den Nudelteig



Der Koch lacht herzlich und macht sich an die Arbeit


Besteck gibts keines.
Die neue Nudelkreation schmeckt trotzdem ausgezeichnet.....
Kostenpunkt: 3 CHF pro Person, inkl Grüntee



Nachher gehts durch  herrliche Lösslandschaften mit tiefen Canyons



Die Lehmhäuser  passen sich farblich sehr gut der Landschaft an




Krasse Gegensätze zwischen Stadt und Land: Uns überrascht immer wieder die enorme Bautätigkeit, hier in Lonxi. Breite Strassen und Hochhäuser  mit Wohnungen werden für die 20 Mio Leute gebaut, die jährlich in die Städte ziehen . Die Hälfte davon schafft jedoch den Wechsel nicht und  muss wieder aufs Land zurückkehren



In den Kleinstädten weisen die grossen Moscheen auf die hiesige Bedeutung des Islams hin, der sich dank der Seidenstrasse hier stark  entwickeln konnte.


Die teilweise Verschmelzung von Buddhismus und Islam manifestiert sich in den kirchlichen Architektur


Die hüglige  Landschaft ist vollständig  terrassiert,


jeder Quadratmeter wird genuzt




Etwas gewagter Transport auf der Landstrasse


Muslim Frauen beim Flachs brechen


Das Korn wird mit der Sichel geschnitten, zu Garben gebunden und auf dem Felde getrocknet

Dreschen des Korns von Hand auf  erdigem Platz



Die Spreu wird vom Weizen getrennt

Die dazu notwendigen Körbe sind auf dem Markt erhältlich




Zum Pflügen der abgeernteten Felder werden nachwievor Ochsen verwendet

Die Raps Ernte für eigenes Oel zu produzieren



Am Morgen auf dem Markt

Schreinerei mit Kreissäge und kleiner Inca Hobelmaschine unter dem Vordach

Wasser wird am Brunnen geholt

 Dorfidylle



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Der Dorfapotheker und Arzt sieht sich im Laden die Patienten an,


seine beiden Assistentinnen bereiten die Spritzen vor und verabreichen sie den Patienten, die auf zwei im Laden stehenden  Betten warten. 


In Nordchina gibts keinen Reis, dafür bringen die Bauern ihr Mehl oder Getreide für Brot oder Nudelherstellung ins Dorf. Die Bäuerin benutzt den Transport um Einkaufen zu gehen .


 Bäckerei : Muslime lieben gedämpftes Brot. In der hinteren Ecke ist auch das Wohnzimmer mit Ruhebett für den Bäcker


Der Auslaufbursche bringt die Ware an den Mann




Wir sind im sogenannten Osttibet und fahren durch ein enges Tal in die Berge nache Xiahe

und erreichen auf 3000 m in Xiahe  das Kloster Labrang, eines der grössten tibetanischen Klöster in China mit ehemals  4000 , heute nur noch 500 Mönchen, die an 6 Fakultäten Fächer wie tibetanische Medizin, Theologie  und Astrologie studieren.
Das Dorf wird durch das Kloster in einen tibetanischen und einen hanchinesischen Teil geteilt.

Das Kloster und  die Tempelanlagen werden von vielen Pilgern besucht


Reich bemalter Tempeleingang

Auf dem Platz kauft man Zypressenzweige und Getreidekörner,




die auf einem Steinaltar im Tempelinneren in einer Schale in Milch getaucht und verbrannt werden



Um den Klosterkomplex  führt ein langer Gang mit unzähligen Gebetsmühlen 


die von früh bis spät in Betrieb gehalten werden. Die Pilger tragen dazu Handschuhe.  


An jeder Ecke hats eine Riesentrommel


Man glaubt in Peru oder Bolivien zu sein wenn man die Gesichter der Frauen, ihre Hüte und schwarzen Zöpfe sieht



Stärkung nach dem Gebetsmühlenumgang
Unglaublich, dise Vielfalt an Kopfbedeckungen und Kleider...

Die Buddhisten benutzen zum Gebet  auch eine rosenkranzartige Kette mit 108 Gliedern





Die Neugier der Chinesen ist unglaublich, jeder will einen Blick in die Autos werfen und scheut sich auch nicht ungefragt  ins Auto zu steigen oder die Campingstühle auszuprobieren...



Die grosse Pagode


Detail der Turmverkleidung


Im Innern der Buddha




Prachtvolle Holzschnizerei am Eingang zum Klosterbereich


und reich verzierte Dächer  mit Messingabdeckung





Der Haupttempel mit 20 m hohem Buddha ,in typischer tibetanischer Architektur
Die Fenster sind nur Attrapen, kein Licht soll die Ruhe im Inneren stören
Vom  Buddha selbst dürfen keine Bilder gemacht werden

Im Eingangsbereich wieder Gebetstrommeln


und Bildern aus der tibetanischen Mythologie: Elefant , Affe, Hase und Vogel versuchen den Paradiesbaum zu erreichen


und knieende Gläubige mit Handschutz gegen Holzspriessen 





Bereitstellung von Kerzen für den Altar



Die Mönche in Labrang gehören zu dem Orden der Gelbmützen.
Man trifft sich zur Mittagsversammlung,



 zieht die Stiefel mit den nach oben gerichteten Spitzen aus






und beginnt auf Kissen sitzend mit dem monotonen Gesang.
Bis 4000 Mönche finden Platz




China ist multikulturell, selbst die Harmoniehalle ist dreisprachig angeschrieben (oben tibetanisch)

Neben dem Kloster wird eine neue Kanalisation gebaut, hauptsächlich von Frauen,



die auch gleich auf der Baustelle wohnen




Stromverteilung : Da oben in den Bergen ist noch nicht alles High Tech

1 Kommentar:

  1. wow... endlich hetts en neue blog itrag!! isch mega, was ihr da so erlebed und a kultur kännelerned!

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