Wir verlassen die Turfansenke auf der Nordroute der Seidenstrasse.
Schon bald gehts in die Berge über veritable Pässe mit
ausgezeichneten Strassen .
Interessante Kombination: Halb Fels halb Sanddüne
Breite ausgetrocknete Flussbette entwässern die gewaltigen Felsmassive
Blick in die Talebene dahinter. Alles nur Wüste, fast wie im Death Valley in Kalifornien
Als Transportroute ist die Seidenstrasse immer noch sehr wichtig
In der Nähe von Yandi lassen wir Fels und Sand hinter uns und durchqueren eine grosse sumpfige Ebene,
dazwischen Felder mit abgeernteten Melonen, Mais und ...
...vor allem Strauchtomaten
Die Laster warten darauf Ihre Ladung in der Fabrik abzuliefern.
Wir erstehen uns vom Bauer ab Wagen 2kg vollreife und aromatischeTomaten für nur 50 Rappen
Ob er wohl Hunde einsammelt? Zwei sind auf der Ladebrücke, einer rennt hinterher
Möbelgeschäft mit Freiluftaustellung am Kanal, dahinter eine slumartige Siedlung
Ein idyllischer, träg fliessender Fluss entwässert die Ebene in einen See bei Yandi
Gefischt wird mit einfachen Netzen, hier ein veritabler Graskarpfen
Im Strandrestaurant wird uns ein solcher zubereitet
Der See ist von einem dichten Schilfgürtel umgeben, so dass man nur schwer ans Wasser gelangen kann.
Wunderschöner Uebernachtungsplatz, wenn nur die Tausenden von kleinen Mücken nicht gewesen wären
Gänsezucht hinter dem Strandrestaurant. Die Gans, die wir assen war jedoch eher mager und zäh.
Es lebe die europäische Gänsemast
Wie überall in China: selbst wenn man in der Natur draussen steht, kriegt man Besuch.
Angesichts der Bärte könnte man meinen wir seien in Afghanistan
Entlang der Strassen wachsen Tamarisken, die besonders genügsam sind bezüglich Wasser
Deutlich sichtbar ist der Einfluss der Bewässerung: links Wüste, rechts Felder und Pappelbäume
Mitten in der Wüste taucht die Hochhaussilhouette von Korla auf
Geisterfahrer selbst auf Autobahnen sind nichts besonderes in China
Ein starker Wind wirbelt den Sand auf und verschlechtert zunehmend die Sicht
Wir fahren entlang der Tien Shan Gebirgskette westwärts
In Luntai, einer grünen Oase werfen wir einen Blick zurück auf die Schneeberge des Tien Shan und fahren südwärts |
vorbei an vielen Baumwollfeldern
Schon bald hat uns die Wüste wieder.
Wir fahren an Bohrtürmen und Lagertanks vorbei.
Erdöl und Erdgasfunde haben hier einen Bauboom ausgelöst.
Hinter den Bohrtürmen wird die Vegetation zunehmend öder. Wir beginnen die Durchquerung der Taklamakan Wüste, 550 Km ohne nennenswerte Zivilisation .
Es ist die längste Strasse der Welt durch eine reine Sandwüste.
Ein letzter breiter Fluss und dann gibts nur noch Sand und ausgetrocknete Flussbette
Teilweise Reste von Pappelwäldern, die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden
Die Vegetation wird dünner und dünner, die Sicht dunstiger und dunstiger
Bald gibts neben den Sanddünen nur noch einen Grünstreifen entlang der Strasse,
der hauptsächlich aus Tamarisken und Schilf besteht
Ueberleben der Tamarisken ist nur möglich dank künstlicher Bewässerung. Alle 3-5 Km steht ein Pumpenhäuschen mit Solarpanels und Dieselgenerator.
In jedem Häuschen wohnt ein Hauswart, der für den Unterhalt zuständig ist.
Dieser Aufwand ist notwendig, um die Strasse sandfrei zu halten, aber macht diese bezüglich Unterhalt zu einer der teuersten Strassen der Welt.
Am Rande der bewässerten Zone wird der Sand mit abgestorbenem Schilf stabilisiert
Uebernachtet wird auf einem der wenigen asphaltierten Austellplätzen, mitten in der Wüste
Die Weite der Sanddünen mit ihren feinen durch den Wind gebildeten Strukturen ist enorm
Kaum vorstellbar wie früher Karawanen ihren Weg durch dieses Sandmeer gefunden haben
Sobald der Grünstreifen fehlt gibts Sandverwehungen
Nach zwei Tagen Fahrt endlich wieder eine grüne Oase.
Alles ist ein wenig staubig.
Auf dem Hausdach der Sommerschlafraum, dessen mit Aesten verkleideten Wänden durchlässig für ein kühlende Abendbrise sein sollen
Dank Wasser aus dem nahen Bergen derTibet Hochebene gedeiht auch Reis
Moslime prägen das Bild entlang der Seidenstrasse
Häuser und Gärten werden gegen Wind, Sonne und Sand mit Pappeln geschützt
Eselkarren: nachwievor das wichtigste Tranportmittel auf dem Lande
Fladenbrote, schön verziert und frisch gebacken sind die Grundlage unserer Ernährung
Kleine Moscheen erwecken den Eindruck schon in Zentralasien zu sein.
Hier findet man keine Zeugen mehr der buddhistischen Vergangenheit oder eine Vermischung der Baustile wie dies weiter östlich der Fall war.
Pappeln entlang der Strasse werden oft mit Neigung gegen die Strassenmitte gesetzt um mehr Schatten zu spenden
Mopedhändler bringt Neuwagen zu Kunden
Das Dreirad Moped: das Familienauto des kleinen Mannes
Die Seidenspinnerei in Hotan: Die Spinnerin sitzt auf einem Lehmofen mit einem grossen Becken in dem die Kokons in heissem Wasser gekocht werden um den Leim resp. die Fäden zu lösen.
Mehrere Fäden werden zu einem Zwirn zusammengefügt--
und aufgespult
Die Spulen werden umgespult und auf Fehler kontrolliert
Vorbereitung zur Batikfärbung: Die einzelnen Seidenstrangen werden mit Plastikband umwickelt und abgebunden .
Der Rock zeigt ein traditionelles Muster, das so hergestellt wurde
Färbung der Seidenstrangen im Kessel
Weben ist oft Sache der Männer
Der Zettel wird auf eine Spule aufgewickelt
Typische chinesische Treibhäuser. Die Lehmmauern dienen als Wärmespeicher in kalten Winternächten. Die Südseite wird mit Plastik abgedeckt
Wir suchen Schutz vor dem Sandsturm in einer kleinen Oase
Ursprünglich an der Hauptstrasse gelegen, heute jedoch durch den Neubau der Strasse abgeschnitten
Ein paar Wenige harren aus. Hier ein Blick ins Sommer-Wohnzimmer. Ausser einem Fernseher und einer Nähmaschine und Liegegelegenheit ist nicht viel zu sehen.
Das Schlafgemach ist durch Vorhänge abgetrennt.
Die Tankstelle und der kleine Laden (im Bild) haben längst dicht gemacht
Abends kommen die Hirten mit den Schafen von der Steppe zurück
Bauernhaus mit Rebenpflanzung hinter dem Haus
Flachdächer und Wände sind nur aus Lehm, verstärkt durch ein paar Holzstangen
Die Pergola hängt voller süsser Trauben
Der Stall mit Schilfdach und Wänden aus Aesten um etwas Schutz zu gewähren
Wallnussbäume: rundherum werden Pappeln gesetzt, als Schutz gegen Sonne, Wind und Sand.
Alles muss bewässert werden, aus einem der zahlreichen Flüsse aus den Bergen im Süden
Abends kriegen wir Besuch, erst die Dorfpolizei, 2 h später die Sicherheitspolizei aus dem 100 km entfernten Pishan. Diese bleiben die ganze Nacht zu unserem Schutz hier. In der Region haben sich kürzlich mehrere ethnisch bedingte Zwischenfälle ereignet und der Polizeichef will keine Risiken eingehen....
Dorfszene: Frauen und Mädchen tragen alle Kopftücher
Ein Burkaverbot im atheistischen China steht nicht zur Diskussion
Wüstenfriedhof mit eingezäunten Gräbern
Auf den erdigen Plätzen werden Tagetesblüten getrocknet.
Soll einen feinen Tee ergeben.
Die Bauern schlafen neben dem Platz im Freien. Wenn kein Bett zur Verfügung steht wie im Hintergrund, wird auch mal die Ladepritsche zweckentfremdet.
Strohtransport
Wegen Neubau der Brücke gehts über eine improvisierte, wackelige Konstruktion über den Fluss. Die Laster müssen direkt durchs Wasser fahren
Auch das gibts: Feuchtgebiet mitten in der Wüste
Typische lokale Produkte sind Rosinen und Nüsse
Die Verschleierung der Frau erinnert mich an einen Ritterhelm mit Klappe
Ueberwachung überall. Neben häufigen Polizeikontrollen werden mit Kameras und Blitzlampen alle Fahrzeuge erfasst. So weiss man, wer wohin fährt.
Einer der Zahlreichen Bewässerungsknäle
Familienausflug zu fünft.
Futtertransport für die wenigen Kühe. Sonst gibts hauptsächlich Schafe und Ziegen
Zwischen den Oasen immer wieder Abschnitte mit Wüste.
Temperaturen um die 37 °C und ein starker Wind strapaziern Fahrzeuge und uns.
Buntes Treiben: Nur mit Mühe schlängeln wir uns durch dieses Gewirr aus Eselkarren, Mopeds, Fussgänger und und und
Wer will Mandeln kaufen...
Alle wollen was verkaufen und auch selber kaufen
Unser Uebernachtungsplatz in Yenisar am Stausee
Auch diese Nacht lässt uns die Sicherheitspolizwi nicht alleine: in alten Strandhäuschen gehen 6 bewaffnete Soldaten in Stellung....
Es war eine friedliche Nacht, doch es zeigt, dass die chinesiche Regierung sehr nervös und unsicher ist
Jetzt hats uns erwischt. Der Motor stottert nur noch.
Das Diagnose Gerät wird angeschlossen: Einspritzdruck zu tief....
Es hilft nur Abschleppen, 60 km auf holprigen Strassen
In der Stadt Kashgar wird in einer "Werkstatt" mit telefonischer Unterstützung von Mercedes Schweiz der Dieselfilter gewchselt, wodurch die Störung behoben werden konnte. Noch einmal Glück gehabt. Die nächste Mercedes Service Stelle in China ist 3000 - 4000 km entfernt
Wir sind in Kashgar im alten uigurischen Hotel Seman.
Das Personal trägt traditionelle Kleidung,
interessiert sich aber dennoch für den für sie neuen westlichen Lebensstil
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