Freitag, 5. August 2011

23 Beijing - Xian



Wir verlassen frühmorgens Beijing Richtung Südosten (Baoding)
Die breite Haupstrasse mit typischer Pappelallee durchquert  fruchtbares, ebenes  Land,


auf dem neben Obst, Mais und Tabak angepflanzt werden.



Direkter gehts nicht : Der Bauer verkauft an der Autobahn die Pfirsiche aus der dahinter liegenden Plantage


Da die Autobahn teilweise gesperrt ist , weichen wir auf die Landstrasse aus.
Hier herrscht extrem dichter Verkehr. Der agressive Fahrstil und riskante Ueberholmanöver der Chinesen verursachen oft schwere Unfälle



In den kleinen Städten die wir durchqueren, findet das Leben nachwievor auf der Strasse statt


Auch Spatzen kann man sich kaufen



Unglaublich, was so alles Platz hat auf den 3 Rad Mobilen mit Zweitaktmotor 


Wir nähern uns  Wutai Shan, einem heiligen Berggebiet des Buddhismus
 in der Provinz Shanxi
Die Provinz Shanxi ist reich an Kohle, die mit hunderten von Lastwagen abtransportiert wird. Entsprechend gross ist das Verkehrschaos. Die rechts stehende Lastwagenkolonne wird einfach überholt und der Gegenverkehr muss ausweichen. Ist alles ganz normal in China, aber wenn dann noch Erdrutsche die Strasse versperren, wirds wirklich eng.

Der ganze Verkehr wälzt sich über eine kurvenreiche Passstrasse

Passhöhe ereicht bei 1500 m. Man hat wieder einmal das Gefühl in der Schweiz zu sein

Die höchsten Gipfel sind bis 3000 m hoch


Das Wutai Shan Gebiet ist ein bekanntes Pilgerziel: Am Sonntag gibts entsprechend viel Verkehr zu den hunderten von Tempeln und Klöstern

Offenbar auch immer beliebter bei den Chinesen: man reist mit dem eigenen Wohnmobil


Die weisse Pagode mit Kloster in Taihuai  ist das religiöse Zentrum des Gebietes


Wo es Pilger hat, hats auch Randständige


Kleine Prinzessin am Teichrand im Vordergrund.
Der Wunsch nach Kindern muss frühzeitig angemeldet und bewilligt werden,
Für nicht bewilligte Kinder werden hohe Bussen bezahlt...

Der allgegenwärtige Rauch  stammt  nicht von einem 1. August Feuerwerk, sondern vom Abbrennen von Räucherstäben als Opfergabe

 
Obwohl 80% der Chinesen Atheisten sind, ist der Tempelbezirk mit Gläubigen überfüllt


Im Tempelhof gibts "Peking Oper" Darbietungen



Auch der  Buddha braucht militärischen Schutz

Detail der schön verzierten Dachkonstruktion
Altäre im Tempelbereich für Räucheropfer

Soll Glück bringen: Berühren der Glocke mit beiden Händen

Anbetung des Buddhas. Im Hintergrund frisches Obst als Opfergaben





In den  Tempelanlagen sieht man Pilger in exotischen Gewändern aus  ganz Asien.
aber auch exotische Frisuren

 
An den Hängen hats mehrere Klöster, die oft nur über Treppen zugänglich sind.

Reichverziertes Portal  des Klosters


Ausgewogene Proportionen und eine gewisse Eleganz und Leichtigkeit zeichnen dessen Tempel aus



Detail der Dachverzierungen


Verkäufer von heiligen Schriften


Im obersten Tempel ein liegender Buddha

  umgeben von bösen Geistern...


mit dem buddhistischem Rosenkranz
Dieser muss 2 Mio mal durchgebetet werden um die wahre Erleuchtung zu erlangen



 Der Tempelbereich dieses etwas abgelegenen Klosters strahlt eine unglaubliche Ruhe aus


Mönch mit Schülerin (kurze Haare) beim Teetrinken



Der hintere Klosterteil ist nur für Mönche zugänglich

Rarer Einblick ins Alltagsleben im Kloster: Wäsche waschen gehört auch dazu




Besuch von Pilgern aus Tibet bei unseren Wohnmobilen

Sie geniessen offensichtlich den Komfort in" unserer Zelle"


Bergketten...


und fruchtbare Ebenen mit Lössboden wechseln sich ab



Ab und zu ein paar Reisfelder. Sonst aber dominiert überall Mais.


 Die Bautätigkeit ist enorm in Stadtnähe, ganze Quartiere mit Wohnhäusern werden gleichzeitig erbaut.
Land wird in China von der Regierung für 70 Jahre zur Verfügung gestellt. Bis dann muss alles amortisiert.
 sein...
NB: die Aufnahme ist nicht unscharf: Das Wetter ist seit Tagen trüb und neblig.

Entsprechend muss auch die Infrastruktur (sprich Strassen) ständig angepasst werden


Wir besuchen Pingyao, eine Stadt mit altem Stadtkern und gut erhaltener Stadtmauer mit unzähligen Wachttürmen aus dem 15 Jh (Ming Zeit)



Die Innenseite der Mauer: alles aus Lehm...

 

Die schmucke, lebendige Einkaufsstrasse mit schön restaurierten Häusern


Das Tor mit dem Turm ist das Zentrum der Stadt


Prächtige Hotelanlage in einem alten Haus aus der Ming Zeit 



Lauschige Hinterhöfe laden zum Verweilen ein






Mitten in der Stadt befinden sich meherere Tempelanlagen: Eingangsbereich

 
Tempeinnenhof

Im folgenden ein paar Stimmungsbilder aus dem Stadtalltag....


Immer noch beliebtes Transportmittel, speziell geeignet für enge Gassen..

Mittagsschläfchen inmitten der feinlackierten Schachteln

Ermüdet vom Schönschreiben mit Tusche und Pinsel



Der Vordermann ist schon mal abgestiegen


Wokküche: alles frisch mit Zutaten gemäss Kundenwunsch


Auch während dem Mittagessen werden Kunden bedient...



Technik fasziniert auch die chinesischen Knaben



Schuhe werden massgeschneidert


Jeder hält seine Spezialitäten feil





Der Konfuzius Tempel

Wächterfigur am Tempeleingang

Mauer im Eingangsbereich mit dekorativen Keramikkacheln

und noch ein paar Szenen aus dem Stadtleben.....

Wasserbüffel : ein bisschen gross und schwer als Souvenir


Omeletten Bäckerin: sehr schmackhaft und günstig



Fütterung dere kleinen auf dem Trottoir

In Europäischen Städten würde man diese Szene anders interpretieren:
Servicepersonal wartet auf Kunden vor dem traditionellerweise mit roten Lampions geschmückten Restaurant

Gemüsehändler beim Tomaten polieren

Coiffeur Salon: Haarschnitt erfolgt immerhin elektrisch


Auch die Kleinen sind schon Meister im Telefonieren


Leherer für Kunstmalerei mit Schulungsatelier


Pinguao:Nachts ein besonderes Erlebnis

Typische Lösslandschaft im Herzen Chinas


Die Hügel sind oft terrassiert zur besseren Nutzung des Wassers und um die Erosion in Griff zu bekommen




Erdpyramiden, Zeugen der Erosion


Wir überqueren den Gelben Fluss. Erdiges Wasser fliesst träge im oft sehr breiten Flussbett



An einem Zufluss zum Gelben Fluss liegt die alte Kaiserstadt (Tan Dynystie, 5 Jh) Luoyang,

 bekannt durch die Longmen Grotten entlang des Steilufers des Flusses.
Während 400 Jahren Bauzeit (5Jh-9Jh)wurden annähernd 100'000 Buddha Statuen aus dem Fels gemeisselt.


Kleine und kleinste Kavernen mit Miniaturen wechseln ab mit grösseren, bewachten Höhlen,

hier mit Buddha aus der frühen Periode : Ausdruck und Körper entsprechen eher dem Nomaden Ideal


Der grosse Buddha im chinesischen Stil: elegante Haltung und wohlgenährt...

daneben die Wächterfiguren, die die Dämonen (unter deren Füssen) fernhalten sollten

Trotz der zahlreichen Besucher ist immer alles peinlichst sauber und  die Strassenwischerinnen sind entsprechend adrett gekleidet.




Ausflug zum heiligen Berg mit dem Kloster Shaolin (5 Jh) das die Entwicklung des Chinesischen Buddhismus massgebend mitgeprägt hat.


Das Shaolin Kloster ist auch die Wiege des Kung Fu Kampfsportes, ursprünglich entwickelt zur körperlichen Ertüchtigung der Mönche

Die hihstorisch bedeutenden Tempelanlagen wurden während der Kulturrevolution grösstenteils zerstört. Heute nach dem Wiederaufbau ist das Kloster wieder aktiv 

Wächterfigur am Tempeleingang mit grimmigem Gesichtsausdruck zum Vertreiben der bösen Geister


Stele mit Drachenfigur eignet sich auch zum Reiten



Der Pagodenwald: Urnengräber der Aebte und Mönche. Je grösser die Leistung zu Lebzeiten, umso höher der Turm.  Normalsterbliche haben maximal Pagoden mit 7 Dächern... 

Eine Kung Fu Demonstration gehört zum Pflichtprogram



In den Sommerferien werden überall Kung Fu Trainingscamps für Jugendliche organisiert.

Fast wie Paparazzis: Unsere Gruppe
ist immer  nahe am Geschehen


Vieles wird immer noch wie vor hundert Jahren transportiert


Typische Löss- Landschaft in Mittelchina. 2 Ernten werden pro Jahr eingefahren, dank  milden Wintern.


 Wir verlassen Luoyang frühmorgens Richtung Xian.  Rechtsabiegen und den Veloweg überqueren ist eine echte Herausforderung


Ausser auf dern Strassen sieht man wenig Tiere oder Herden in der freien Landschaft.
Mittelchina ist kein Milchwirtschaftsgebiet


 Neben breiten Autobahnen werden auch Strecken für Hochgeschwindigkeitszüge gebaut




An der Mautstation von Xian. Die Fahrzeugnummer wird fotografisch erfasst und die Fahrzeugdaten (zentral gespeichert)  inkl aktuellem Gewicht sofort  auf dem Bildschirm angezeigt und der Mauttarif berechnet.
So gut sind selbst die Europäer nicht organisiert..


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