Samstag, 20. August 2011

27 Jiuguan - Dunhuang - Turfan

Wir verlassen Jiuguan entlang der Seidenstrasse, die eigentlich wie die Jakobswege ein Netz von Strassen ist, das Ost und West verbindet.


Von jetzt an hat uns die Wüste wieder




Wir machen einen kleinen Abstecher  (120 km )über die Südroute  nach der Oasenstadt Dunhuang




Ploetzlich wieder Bäume und Reben dank Wasser aus den nahen Bergen. Wir erreichen die Oase Dunhuang





Auf dem Markt ist das Angebot an Rosinen und Dörrfruechten besonders vielfältig: alles wird  lokal produziert

Am Strassenrand werden jede Menge Melonen angeboten, frisch oder getrocknet ab Zaun




Hinter Dunhuang stehen riesige Sanddünen, mehrere hundert Meter hoch.
Bekannt sind die Sonnenaufgänge und die Spiegelung des Mondes im dahinter liegenden  Mondsichelsee. Die vierspurige Strasse zeigt, dass wir hier nicht die einzigen Touristen sind



Neben der guten Schnellstrasse gibts auch eine neue Zuglinie . Der Bahnhof ist eine Investition in die Zukunft.
Dunhuang lebt vom Tourismus der nahen Mogao Grotten und der Sanddünen


Die über 1000  in den Sandstein gehauenen Grotten liegen etwas abseits und haben dadurch die Wirren der letzten 2000 Jahre relativ gut überstanden. Die Grotten sind eines der bedeutendsten Zentren des Buddhismus in China. Die Grotten dienten  als Wohnraum  der Mönche (Bild) und als Schutz für die aus dem Fels gehauenen Skulpturen



Geschuetzt in diesem Tempel steht ein 26 m hoher Stein-Buddha



Besonders wertvoll sind die Wand- und Deckenmalereien in den Grotten.
In Nebenräumen wurde eine zugemauerte  Bibliothek mit 50'000 Dokumenten und Kunstgegenständen aus dem 4.-10. JH gefunden



Liegender Buddha. Dies ist die Sterbeposition fuer den Eintritt ins Nirwana



Gegen  Abend ist der Besuch des Nachtmarktes in der Stadt angesagt.
Ein Genuss für Augen und Gaumen


  Zubereitung von frischen Nudeln und Spätzli, jedes einzelne von Hand geformt

Schoener Wok Herd. Das Gemüse und Fleisch wird bei hoher Flamme in kürzester  Zeit gegart 


Kleine Schaschlikspiesse werden in offener Flamme gegrillt


Teestube für Muslime, die in dieser Region dominieren


Wir besuchen eine Seidenteppich Manufaktur.
Hier die Seidenspinner die Tag und Nacht mit frischen Maulbeerblättern versorgt werden müssen.
Die Raupen sind sehr heikel und empfindlich auf Lärm und Störungen



Zum Verpuppen werden Strohhalme angeboten


Die Kokons werden vor dem Schlüpfen der Schmetterlinge in heisses Wasser getaucht, um diesen abzutöten und den Leim, der die Fäden zusammenhält aufzulösen. Dann werden die Fäden gezwirnt und aufgespult



Weben eines Seidenteppichs
 Feine Stücke haben bis 800 Knoten pro Quadrat Inch. Am Teppich arbeitet nur eine Knüpferin nach Vorlage


Oft vergehen Jahre bis solche Stücke fertig sind


 Am frühen Morgen: noch ein bischen wacklig auf den Rädern


Es geht wieder zurück durch die Wüste




Das ist die Seidenstrasse heute: unzählige Lastwagen und staubige Pisten, da die Autobahn noch im Bau ist





Ab und zu Zeugen der Vergangenheit: Wacht- und Signalturm





Dunst über der Landschaft: Hier gibt es noch keinen  Smog von Industrie und Verkehr. Der starke Wind wirbelt Staub auf

 Im Hintergrund sind schneebedeckte 5000er, Ausläufer des nahen Altai Gebirges, leider durch Wolken verdeckt. Hier unten in der Ebene ist es aber 37 °C warm.


Uebernachtung bei einem alten Signalturm aus Lehm, der zur Uebermittling von Botschaften mittels  Feuer- oder Rauchsignalen  und auch als Wegweiser für die Karawanen benutzt wurde


Nein , die drei suchen nicht Schutz vor der sengenden Sonne. Nach Ankunft werden Reparaturen an den Autos ausgeführt. Hier ein 25 jähriger Mercedes. 


Morgendämmerung

 Wir fahren auf der Seidenstrasse weiter Richtung Westen


durch wüstenartige, wenig besiedelte Gebiete


Tafelberg: erinnert uns an die Mesa's in den USA

Die Zeiten, als Kamele als Transportmittel gebraucht wurden sind längst vorbei.
Heute grasen diese friedlich in der Wüste...


Wüstenimpressionen


Vielfältige Landschaften und eindrückliche Panoramas







Ungewöhnlicher Transport: Getrockneter Kuhdung ist hier wo es fast keine Kühe und fast kein Holz gibt sehr gefragt.





Die Wüste ist vielleicht arm bezüglich Flora und Fauna, doch reich an Bodenschätzen: Erdölförderung



Militärpatroullie: Wir ereichen die autonome Provinz Uighurien (Sinkiang), wo es immer wieder zu Problemen kommt, daher die erhöhte Militär präsenz. 



Wegweiser sind in Uighurien nur noch in Chinesisch und Uighurisch angeschrieben
Wie soll man da noch wissen wohin die Reise geht. Mühsames Vergleichen mit unserem chinesischen Reiseatlas ist erforderlich


Typischer Friedhof. Die Gräber mit Grabmälern aus Lehm sind nach Osten ausgerichtet

Durch eine Schlucht gehts hinunter in die Turfan Senke,...



deren tiefster Punkt 150 m unter Meeresspiegel liegt


Unten in der  Ebene gedeihen Reben, dank der vielen Sonne mit hohem Zuckergehalt

Sehen aus wie Garageboxen sind aber Trocknungskammern für Trauben (Herstellung von  Rosinen)



Ganze Quartiere mit Kammern zeigen die Bedeutung des Rebbaus





Die alten Privathäuser haben die Trocknungskammer  auf dem Dach
Die Trauben werden an Stickeln mit Aesten im Inneren aufgehängt



Turpan ist durch die spezielle Lage in dieser Senke auch die heisseste Stadt Chinas, mit  einem Monatsmittel von meistens über 30 °C von Mai bis September.
Geschlafen wird auf der Strasse oder auf der Dachterrasse

Die Stadt hat ein stark orientalisches Gepräge, mit eienem Basar und alten Lehmhäusern



Trotz  Ramadan gibts frisches Fladenbrot


aus dem Lehmofen

 Unsere Hoteleinfahrt: Es fehlen nur noch die Palmen, dann wäre die Oase perfekt
Wir übernachten in klimsatisierten Zimmern. In den Wohnmobilen steigt die Wärme über 40 °C



Wir besichtigen die Ruinen der alten Garnisonsstadt Jiaohe, die in einer Flussschlaufe auf einem Felsenkliff liegt. Vor 2000 Jahren in der Hanzeit gegründet, aber nach 1200 Jahren durch Dschingh Khaan's Truppen  zerstört. Die Stadt hat 3 Hauptbereiche: Regierungsviertel, Wohnviertel und ein  buddhistischerTempelbereich



Die Stadt hatte einst über 100,000 Einwohner

Die Ruinen erstrecken sich über mehrere Kilometer

Typische chinesische Reisegruppe mit Sonnenschirmen und einer Führerin die über ein Megaphon lautstark ihre Erklärungen abgibt. Wenn andere Gruppen in der Nähe sind, spricht man einfach noch ein bisschen lauter...


Der Parkwächter nimmt seine Schützlinge unter seine Fittiche: Haare waschen. mit Teekanne



Anschliessend macht der Grossvater eine Kahlrasur


Attraktiver Gebäudeeingang zur Harmoniehalle, nur die Technik ist nicht ganz auf dem neusten Stand


Bewässerungsanlage: Ohne zusätzliches Wasser läuft in Turpan gar nichts. Bereits vor 2000 Jahren sind unterirdische Wasserkanäle in das Tien Shan Gebirge mit seinen 5000er Schneebergen gebaut worden. Ueber 5000 km Kanäle sind bekannt



In regelmässigen Abständen wurden Vertikalschächte für den Zugang und Aushub errichtet



Auch der Baustil der  Moscheen passt sich den hiesigen Lehmbauten an



Vorberteitung für eine Folklore Darbietung





Der Hausmeister: sauber gekleidet wird jeder Fetzen Papier oder Zigarette am Boden aufgelesen

Der Eingang zum Basar



Enge Gassen und buntes Treiben







Viele Wokküchen sind nicht im Betrieb: es ist Ramadan.


Neben den Wokküchen hat es kleine  Essnischen



Tafeln sind nur noch Arabisch beschriftet


Beim Teppichhändler. Keine Angst, wir bringen keinen Teppich heim. 



Schneiderei im Basar


Alle Nähmaschinenwerden über ein Tretpedal angetrieben


Die vielen Stoffläden sind eine Farbenpracht, aber man findet heutzutage nur noch wenig Seidenstoffe


Sechs Sorten Rosinen sind im Angebot


Auch wenn der Fladen nur 12 Rappen kostet, jedes Exemplar ist vom Bäcker  handverziert


Es sind nicht Nudeln, sondern eher Spaghetti ähnliches Brot



Alles Nüsse und Sonnenblumenkerne


Wo kriegt man schon 5 Sorten Zucker, von Kandis bis Honig



Eisenwarenhandlung: Die Ware muss jeden Tag neu ausgelegt werden


Buntes Angebot: Reisbesen und Bisquits


Freiluftmetzgerei und dies bei 38°C am Schatten

Er möchte uns die traditionelle chinesische Medizin nahebringen.




Wie wärs mit getrockneten Eidechsen und Schlangen

Kleidermarkt, nur überdeckt mit einem schitteren Blechtach


Nachmittags- Siesta auf dem Fussboden: Chinesen schlafen generell gerne hart.

Hier kriegen wir Kleinkinderhosen mit offenem Schritt
Verhandelt wird mit Zeichensprache. Aber man muss aufpassen, denn die Chinesen verstehen acht wenn wir zwei Finger zeigen (Daumen und Zeigefinger)


Ob damit unsere Grosskinder eifacher trocken zu kriegen sind?



Hutprobe: Welcher Fez passt mir am besten?












Apotheke für chinesische Naturheilkunde



Die Auswahl an Trauben ist gross, welche Sorte sollen wir kaufen




Schlussendlich kriegen wir die Empfehlungen des Verkäufers  in Russisch: Zentralasien rückt näher...

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