Wir verlassen Jiuguan entlang der Seidenstrasse, die eigentlich wie die Jakobswege ein Netz von Strassen ist, das Ost und West verbindet.
Von jetzt an hat uns die Wüste wieder
Wir machen einen kleinen Abstecher (120 km )über die Südroute nach der Oasenstadt Dunhuang
Ploetzlich wieder Bäume und Reben dank Wasser aus den nahen Bergen. Wir erreichen die Oase Dunhuang
Auf dem Markt ist das Angebot an Rosinen und Dörrfruechten besonders vielfältig: alles wird lokal produziert
Am Strassenrand werden jede Menge Melonen angeboten, frisch oder getrocknet ab Zaun
Hinter Dunhuang stehen riesige Sanddünen, mehrere hundert Meter hoch.
Bekannt sind die Sonnenaufgänge und die Spiegelung des Mondes im dahinter liegenden Mondsichelsee. Die vierspurige Strasse zeigt, dass wir hier nicht die einzigen Touristen sind
Neben der guten Schnellstrasse gibts auch eine neue Zuglinie . Der Bahnhof ist eine Investition in die Zukunft.
Dunhuang lebt vom Tourismus der nahen Mogao Grotten und der Sanddünen
Die über 1000 in den Sandstein gehauenen Grotten liegen etwas abseits und haben dadurch die Wirren der letzten 2000 Jahre relativ gut überstanden. Die Grotten sind eines der bedeutendsten Zentren des Buddhismus in China. Die Grotten dienten als Wohnraum der Mönche (Bild) und als Schutz für die aus dem Fels gehauenen Skulpturen
Geschuetzt in diesem Tempel steht ein 26 m hoher Stein-Buddha
Besonders wertvoll sind die Wand- und Deckenmalereien in den Grotten.
In Nebenräumen wurde eine zugemauerte Bibliothek mit 50'000 Dokumenten und Kunstgegenständen aus dem 4.-10. JH gefunden
Liegender Buddha. Dies ist die Sterbeposition fuer den Eintritt ins Nirwana
Gegen Abend ist der Besuch des Nachtmarktes in der Stadt angesagt.
Ein Genuss für Augen und Gaumen
Zubereitung von frischen Nudeln und Spätzli, jedes einzelne von Hand geformt
Schoener Wok Herd. Das Gemüse und Fleisch wird bei hoher Flamme in kürzester Zeit gegart
Kleine Schaschlikspiesse werden in offener Flamme gegrillt
Teestube für Muslime, die in dieser Region dominieren
Wir besuchen eine Seidenteppich Manufaktur.
Hier die Seidenspinner die Tag und Nacht mit frischen Maulbeerblättern versorgt werden müssen.
Die Raupen sind sehr heikel und empfindlich auf Lärm und Störungen
Zum Verpuppen werden Strohhalme angeboten
Die Kokons werden vor dem Schlüpfen der Schmetterlinge in heisses Wasser getaucht, um diesen abzutöten und den Leim, der die Fäden zusammenhält aufzulösen. Dann werden die Fäden gezwirnt und aufgespult
Weben eines Seidenteppichs
Feine Stücke haben bis 800 Knoten pro Quadrat Inch. Am Teppich arbeitet nur eine Knüpferin nach VorlageOft vergehen Jahre bis solche Stücke fertig sind
Am frühen Morgen: noch ein bischen wacklig auf den Rädern
Es geht wieder zurück durch die Wüste
Das ist die Seidenstrasse heute: unzählige Lastwagen und staubige Pisten, da die Autobahn noch im Bau ist
Ab und zu Zeugen der Vergangenheit: Wacht- und Signalturm
Dunst über der Landschaft: Hier gibt es noch keinen Smog von Industrie und Verkehr. Der starke Wind wirbelt Staub auf
Im Hintergrund sind schneebedeckte 5000er, Ausläufer des nahen Altai Gebirges, leider durch Wolken verdeckt. Hier unten in der Ebene ist es aber 37 °C warm.
Uebernachtung bei einem alten Signalturm aus Lehm, der zur Uebermittling von Botschaften mittels Feuer- oder Rauchsignalen und auch als Wegweiser für die Karawanen benutzt wurde
Nein , die drei suchen nicht Schutz vor der sengenden Sonne. Nach Ankunft werden Reparaturen an den Autos ausgeführt. Hier ein 25 jähriger Mercedes.
Morgendämmerung
Wir fahren auf der Seidenstrasse weiter Richtung Westen
durch wüstenartige, wenig besiedelte Gebiete
Tafelberg: erinnert uns an die Mesa's in den USA
Die Zeiten, als Kamele als Transportmittel gebraucht wurden sind längst vorbei.
Heute grasen diese friedlich in der Wüste...
Wüstenimpressionen
Vielfältige Landschaften und eindrückliche Panoramas
Ungewöhnlicher Transport: Getrockneter Kuhdung ist hier wo es fast keine Kühe und fast kein Holz gibt sehr gefragt.
Die Wüste ist vielleicht arm bezüglich Flora und Fauna, doch reich an Bodenschätzen: Erdölförderung
Militärpatroullie: Wir ereichen die autonome Provinz Uighurien (Sinkiang), wo es immer wieder zu Problemen kommt, daher die erhöhte Militär präsenz.
Wegweiser sind in Uighurien nur noch in Chinesisch und Uighurisch angeschrieben
Wie soll man da noch wissen wohin die Reise geht. Mühsames Vergleichen mit unserem chinesischen Reiseatlas ist erforderlich
Typischer Friedhof. Die Gräber mit Grabmälern aus Lehm sind nach Osten ausgerichtet
Durch eine Schlucht gehts hinunter in die Turfan Senke,...
deren tiefster Punkt 150 m unter Meeresspiegel liegt
Unten in der Ebene gedeihen Reben, dank der vielen Sonne mit hohem Zuckergehalt
Sehen aus wie Garageboxen sind aber Trocknungskammern für Trauben (Herstellung von Rosinen)
Ganze Quartiere mit Kammern zeigen die Bedeutung des Rebbaus
Die alten Privathäuser haben die Trocknungskammer auf dem Dach
Die Trauben werden an Stickeln mit Aesten im Inneren aufgehängt
Turpan ist durch die spezielle Lage in dieser Senke auch die heisseste Stadt Chinas, mit einem Monatsmittel von meistens über 30 °C von Mai bis September.
Geschlafen wird auf der Strasse oder auf der Dachterrasse
Die Stadt hat ein stark orientalisches Gepräge, mit eienem Basar und alten Lehmhäusern
Trotz Ramadan gibts frisches Fladenbrot
aus dem Lehmofen
Unsere Hoteleinfahrt: Es fehlen nur noch die Palmen, dann wäre die Oase perfekt
Wir übernachten in klimsatisierten Zimmern. In den Wohnmobilen steigt die Wärme über 40 °C
Wir besichtigen die Ruinen der alten Garnisonsstadt Jiaohe, die in einer Flussschlaufe auf einem Felsenkliff liegt. Vor 2000 Jahren in der Hanzeit gegründet, aber nach 1200 Jahren durch Dschingh Khaan's Truppen zerstört. Die Stadt hat 3 Hauptbereiche: Regierungsviertel, Wohnviertel und ein buddhistischerTempelbereich
Die Stadt hatte einst über 100,000 Einwohner
Die Ruinen erstrecken sich über mehrere Kilometer
Typische chinesische Reisegruppe mit Sonnenschirmen und einer Führerin die über ein Megaphon lautstark ihre Erklärungen abgibt. Wenn andere Gruppen in der Nähe sind, spricht man einfach noch ein bisschen lauter...
Der Parkwächter nimmt seine Schützlinge unter seine Fittiche: Haare waschen. mit Teekanne
Anschliessend macht der Grossvater eine Kahlrasur
Attraktiver Gebäudeeingang zur Harmoniehalle, nur die Technik ist nicht ganz auf dem neusten Stand
Bewässerungsanlage: Ohne zusätzliches Wasser läuft in Turpan gar nichts. Bereits vor 2000 Jahren sind unterirdische Wasserkanäle in das Tien Shan Gebirge mit seinen 5000er Schneebergen gebaut worden. Ueber 5000 km Kanäle sind bekannt
In regelmässigen Abständen wurden Vertikalschächte für den Zugang und Aushub errichtet
Auch der Baustil der Moscheen passt sich den hiesigen Lehmbauten an
Vorberteitung für eine Folklore Darbietung
Der Hausmeister: sauber gekleidet wird jeder Fetzen Papier oder Zigarette am Boden aufgelesen
Der Eingang zum Basar
Enge Gassen und buntes Treiben
Viele Wokküchen sind nicht im Betrieb: es ist Ramadan.
Neben den Wokküchen hat es kleine Essnischen
Tafeln sind nur noch Arabisch beschriftet
Beim Teppichhändler. Keine Angst, wir bringen keinen Teppich heim.
Schneiderei im Basar
Alle Nähmaschinenwerden über ein Tretpedal angetrieben
Die vielen Stoffläden sind eine Farbenpracht, aber man findet heutzutage nur noch wenig Seidenstoffe
Sechs Sorten Rosinen sind im Angebot
Auch wenn der Fladen nur 12 Rappen kostet, jedes Exemplar ist vom Bäcker handverziert
Es sind nicht Nudeln, sondern eher Spaghetti ähnliches Brot
Alles Nüsse und Sonnenblumenkerne
Wo kriegt man schon 5 Sorten Zucker, von Kandis bis Honig
Eisenwarenhandlung: Die Ware muss jeden Tag neu ausgelegt werden
Buntes Angebot: Reisbesen und Bisquits
Freiluftmetzgerei und dies bei 38°C am Schatten
Er möchte uns die traditionelle chinesische Medizin nahebringen.
Wie wärs mit getrockneten Eidechsen und Schlangen
Kleidermarkt, nur überdeckt mit einem schitteren Blechtach
Nachmittags- Siesta auf dem Fussboden: Chinesen schlafen generell gerne hart.
Hier kriegen wir Kleinkinderhosen mit offenem Schritt
Verhandelt wird mit Zeichensprache. Aber man muss aufpassen, denn die Chinesen verstehen acht wenn wir zwei Finger zeigen (Daumen und Zeigefinger)
Ob damit unsere Grosskinder eifacher trocken zu kriegen sind?
Hutprobe: Welcher Fez passt mir am besten?
Apotheke für chinesische Naturheilkunde
Die Auswahl an Trauben ist gross, welche Sorte sollen wir kaufen
Schlussendlich kriegen wir die Empfehlungen des Verkäufers in Russisch: Zentralasien rückt näher...


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