Die Karavane zieht weiter, oder muss weiterziehen. Im Kloster Labrang wird der Panchen Lama erwartet, der zweitwichtigste Würdenträger hinter dem Dalai Lama. Alle Dorfzugänge sind mit Polizeipatroullien bewacht. Die Ausländer werden alle ausgewiesen, sowohl aus Hotels, wie auch wir von unserem Stellplatz am Kloster, aufgrund von Befürchtungen über Unruhen und Demonstrationen....
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Ein Polizeifahrzeug ueberwacht unsere Abfahrt in die Berge.
Ueber einen Pass von 3500 m erreichen wir eine fruchtbare Hochebene. Hier sind die Felder und Wiesen mit Lehmmauern abgegrenzt, da kein Holz für Zäune zu finden ist
Ab und zu eine Schafherde. Die hiesige Rasse hat lange, spitze Hörner.
Zum Treiben benutzt man ein Moped,...
oder das traditionelle Pferd
Weit verstreut liegen ein paar Dörfer mit Lehmhäusern
In den Hinterhöfen wird Schafmist getrocknet, als Brennmaterial für den Winter
Hier oben gedeiht in den mageren Wiesen auch der Enzian
Unser Stellplatz, mitten in der freien Natur
aber bei der Landbevölkerung spricht sich unser Dasein rasch herum
Saftig Grüne Täler, wie man sie von der Mongolei her kennt
Bäuerin mit Regenschirm. Die Vermummung ist kein Schutz gegen Staub und Wind auf der Landstrasse, sondern der Schleier der Muslimin.
Die chinesischen Nomaden leben im Sommer in Zelten bei Ihren Yaks und Schafen
Mitten in der Einsamkei: Bergdorf mit Kloster
Dorfszenen: Frau beim Zertrümmern von Felsbrocken
Auch Putzen ist Frauenarbeit
Raps wird mit der Handsichel geerntet,
zu Garben gebunden...
und zum Trocknen heimgefahren
Weiter unten eine weite Ebene. Dank dem Flüsschen ist alles grün und fruchtbar
Hier kommen auch kleine Mähdrescher zum Einsatz
Eine enge Schlucht führt hinunter ins Flachland
Flusslandschaft
Stausee in Grün
Hinten Steinwüste, vorne alles grün dank Bewässerung aus dem See
Nach all den wunderbaren Landschaften welch ein Gegensatz.
Wir durchqueren Xining, eine 6 Mio Stadt, ca 20 km lang nur Hochhäuser.
Die Durchquerung der Stadt wird zum Abenteuer infolge baubedingten Strassensperren. Zudem meint das Navi, wir seien oben auf der Hochstrasse , aber wir sind unten im Stau
Wir besuchen das zweite grosse tibetanische Kloster Kumbung in Huangzhong, das südwestlich von Xining liegt. Hier der Eingangsbereich, mit Bankautomaten in der Fensternische um genügend Bargeld für den Eintritt und Souvenirs zu haben.
Wohnhaus mit Fensterimitationen. Die braunen Wand - und Deckenteile sind aus Stroh um im Sommer eine gute Durchlüftung zu kriegen (Natürliche Klimaanlage)
Gläubige kriechen und beten auf dem staubigen Platz
oder umwandern die acht Pagoden
Komplizierte schwungvolle Dachkonstruktionen
Innenhof im Wohnhaus des Abtes des Klosters. Dieser wird als lebender Buddha verehrt und ist erst sieben- jährig.... Tagesgeschäfte im Kloster werden durch eine professionelle Administration gemanagt.
Blumendekorationen und Figuren werden oft aus Yakbutter gemacht und eingefärbt. Die Kunstwerke müssen jedes Jahr erneuert werden, da sie im Sommer schmelzen oder ranzig werden.
Neben unserem Stellplatz (einem Platz für Fahrschulen) ein Platz der Ruhe: Pagode mit Tibetanischen Gebetsfahnen
Morgendliche Ueberraschung : Um 6.30 Uhr erklingt gleich hinter dem Womo laute Musik aus einem grossen Lautsprecher. Eine Gruppe von Chinesen macht Morgengymnystik.....
Von Huazhong gehts wieder in die Berge. Der Weizen ist auf Höhenlagen über 2500 m noch saftig grün
Hier oben werden Yaks nicht wegen Milch und Butter gehalten, sondern auch als buddhistisches Heiligtum für Fotozwecke.
Auf einem Hochplateau auf 3000 m stossen wir auf den Qinhai See, der grösste Salzsee Chinas.
Von der Grösse her schon eher als Meer zu bezeichnen.
Am Ufer des Sees wird viel Weizen und Raps angebaut.
Raps weniger für Oelproduktion als für Fotos von Touristen, die sich gegen gutes Geld im Blumenmeer vor dem für Buddhisten heiligen See fotografieren lassen wollen
Die vielen Rapsfelder kommen auch den vielen Wanderimkern zu gute . Ueberall wird an der Strasse Honig angeboten. Das Zelt ist Schlafraum, Lager, Küche und Produktionsraum zugleich.
Typisches Strassendorf. Dank vielen Touristen sehr gepflegt...
Entlang dem See leben auch viele Nomaden mit grossen Schaf- und Yakherden
Uebernachtung am Seeufer: hier würde man gern länger bleiben
Nachdem Gewitter scheint wieder die Abendsonne und bildet einen doppelten Regenbogen
Abendstimmung
Um den See herum sind grosse Weideflächen ...
mit einzigartigen Blumenwiesen
Buntes Treiben in typischer Kleinstadt. Das Leben wickelt sich auf der Strasse ab:
Wäsche waschen, Gemüse rüsten, Tiere schlachten....
Im Tante Emma Laden wird man immer freundlich bedient. Die Leute reagieren sehr positiv auf den Besuch von uns Langnasen...
Marktszenen: Mobile Schneiderei
Schuhmacherwerkstatt
Grosses Angebot an Hühnern und Enten
Man kann sich auch mit Kohle eindecken
Chinesische Mädchen ohne Scheu vor Ausländern im Gegensatz zunm jüngeren Bruderals
3 Rad Transporter, Modell Eigenbau, aber er fährt
Die schwarzen Flecken in der Landschaft sind unübersehbar,...
wir sind in einem Braunkohle Gebiet. Alles ein bisschen schwarz und schmudelig
Alte, teilweise aufgegebene Fördertürme und moderne Anlagen im Hintergrund liegen dicht beisammen.
Die Sicherheit der alten Installationen führt immer wieder zu Grubenunglücken
Unseren Dieselmotor möchten wir aber nicht hier reparieren lassen
Im oberen Teil gibts Schotterstrasse und was für eine...
Dafür werden wir mit spekrakulären Panoramas belohnt
Alpaufzug mit Yaks. Das Zelt und die Gerätschaften sind gut verpackt auf dem Rücken der Tiere
Hirtin mit geschmücktem Pferd. Man beachte den echten blauen Knüpfteppich als Sattel
Wir verlassen die Berge....
und durchqueren endlose Ebenen mit Mais und Weizenfeldern,....
mit breiten Flüssen. Hier nach einem Gewitter
Industrieanlagen tragen nachwievor massgebend zur Luftverschmutzung bei
China investiert Unsummen in die Infrastruktur des Landes um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern
Aufwendig gebaute Zuglinie auf Damm um Schäden bei Ueberschwemmungen zu verhindern
Neben Kohle- und Atomkraftwerken werden auch hunderte von Windrädern aufgestellt um den Ebnergiehunger zu befriedigen. In der Wüste gibts ja Platz genug.
Wir sind in Jiuguang am westlichen Ende der chinesischen Mauer
Ein grosses Fort mit Lehmmauern diente der Verteidigung der Westgrenze des Reiches
Sicht auf Feindesland im Norden ( Gobi und Altei Gebirge der Mongolei)
Wir übernachten direkt and der Lehmmauer die hier ca 8m hoch und 6 m breit ist
Unterbrochen von Wachttürmen zieht sich die Mauer 4000 km ostwärts über die Berge
Bauerngut, mutet fast mediterran an
Noch zwei Kuriositäten:
Spezialtransport von Rohren. Nicht ganz unproblematisch wenn dieses Ungetüm einem in Baustellen mit provisorischer erdiger Strasse und engen Kurven begegnet (ist uns passiert...)
Und hier noch ein Bild das mir Urs Alleman geschickt hat zur Illustration der aktuellen Trends in China: Wohnmobile sind in.....

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