Freitag, 19. August 2011

26 Xiahe- Jiuguan




Die Karavane zieht weiter, oder muss weiterziehen. Im Kloster Labrang wird der Panchen Lama erwartet, der zweitwichtigste  Würdenträger hinter dem Dalai Lama. Alle Dorfzugänge sind mit Polizeipatroullien bewacht. Die Ausländer werden alle ausgewiesen, sowohl aus Hotels, wie auch wir von unserem Stellplatz am Kloster, aufgrund von Befürchtungen über Unruhen und Demonstrationen....
.

Ein Polizeifahrzeug ueberwacht unsere Abfahrt in die Berge.


Ueber einen Pass von 3500 m erreichen wir eine fruchtbare Hochebene. Hier sind die Felder und Wiesen mit Lehmmauern abgegrenzt, da kein Holz für Zäune zu finden ist 


Ab und zu eine Schafherde. Die hiesige Rasse hat lange, spitze  Hörner.
Zum Treiben benutzt man ein Moped,...


oder das traditionelle Pferd


Weit verstreut liegen ein paar Dörfer mit Lehmhäusern

 
In den Hinterhöfen wird Schafmist getrocknet, als Brennmaterial für den Winter




Hier oben gedeiht in den mageren Wiesen auch der Enzian



Unser Stellplatz, mitten in der freien Natur


aber bei der Landbevölkerung  spricht sich unser Dasein rasch herum







Saftig Grüne Täler, wie man sie von der Mongolei her kennt

Die Strasse über den 3500m hohen Pass wird neu gebaut. Eine ideale Beschäftigungsmöglichkeit für die lokale Bevölkerung



Bäuerin  mit Regenschirm. Die Vermummung ist kein Schutz gegen Staub und Wind auf der Landstrasse, sondern der Schleier der Muslimin.

Die chinesischen Nomaden leben im Sommer in Zelten  bei Ihren Yaks und Schafen



Mitten in der Einsamkei: Bergdorf mit Kloster

Dorfszenen: Frau beim Zertrümmern von Felsbrocken


Auch Putzen ist Frauenarbeit


Raps wird mit der Handsichel geerntet,

zu Garben gebunden...


und zum Trocknen heimgefahren


Weiter unten eine weite Ebene. Dank dem Flüsschen ist alles grün und fruchtbar 



Hier kommen auch kleine Mähdrescher zum Einsatz



Eine enge Schlucht führt hinunter ins Flachland


Flusslandschaft

Stausee in Grün 

Hinten Steinwüste, vorne alles grün dank Bewässerung aus dem See




Nach all den wunderbaren Landschaften welch ein Gegensatz.
Wir durchqueren Xining, eine 6 Mio Stadt, ca 20 km lang nur Hochhäuser.


Die Durchquerung der Stadt wird zum Abenteuer infolge baubedingten Strassensperren. Zudem meint das Navi, wir seien oben auf der Hochstrasse , aber wir sind unten im Stau



Wir besuchen das zweite grosse tibetanische Kloster Kumbung in Huangzhong, das südwestlich von  Xining liegt. Hier der Eingangsbereich, mit Bankautomaten in der Fensternische um genügend Bargeld für den Eintritt und Souvenirs zu haben.

Wohnhaus mit Fensterimitationen. Die braunen Wand - und Deckenteile sind aus Stroh um im Sommer eine gute Durchlüftung zu kriegen (Natürliche Klimaanlage)





Gläubige kriechen und  beten auf dem staubigen Platz 



oder umwandern die acht Pagoden





Komplizierte schwungvolle Dachkonstruktionen


Innenhof im Wohnhaus des Abtes des Klosters. Dieser wird als lebender Buddha verehrt und ist erst sieben- jährig.... Tagesgeschäfte im  Kloster werden durch eine professionelle Administration gemanagt.



Blumendekorationen  und Figuren werden oft aus Yakbutter gemacht und eingefärbt. Die Kunstwerke müssen jedes Jahr erneuert werden, da sie im Sommer schmelzen oder ranzig werden.


Neben unserem Stellplatz (einem  Platz für Fahrschulen) ein Platz der Ruhe: Pagode mit  Tibetanischen Gebetsfahnen 
Morgendliche Ueberraschung : Um 6.30 Uhr erklingt gleich hinter dem Womo laute Musik aus einem grossen Lautsprecher. Eine Gruppe von Chinesen macht Morgengymnystik.....




Von  Huazhong gehts wieder in die Berge. Der Weizen ist auf Höhenlagen über 2500 m noch saftig grün

.
Hier oben werden Yaks nicht wegen  Milch und Butter gehalten, sondern auch als buddhistisches Heiligtum für Fotozwecke.



Auf einem Hochplateau auf 3000 m stossen wir auf den Qinhai See, der grösste Salzsee Chinas.
Von der Grösse her schon eher als Meer zu bezeichnen.

Am Ufer des Sees wird viel Weizen und Raps angebaut.
Raps weniger für Oelproduktion als für Fotos von Touristen, die sich gegen gutes Geld im Blumenmeer  vor dem für Buddhisten heiligen See fotografieren lassen wollen


Die vielen Rapsfelder kommen auch den vielen  Wanderimkern zu gute . Ueberall wird an der Strasse Honig angeboten. Das Zelt ist Schlafraum, Lager, Küche und Produktionsraum zugleich.


Typisches Strassendorf. Dank vielen Touristen sehr gepflegt...


Entlang dem See leben auch viele Nomaden mit grossen Schaf- und Yakherden

Uebernachtung am Seeufer: hier würde man gern länger bleiben

Nachdem Gewitter scheint wieder die Abendsonne und bildet einen doppelten Regenbogen



Abendstimmung

Um den See herum  sind grosse Weideflächen ...


mit einzigartigen Blumenwiesen


Buntes Treiben in typischer Kleinstadt. Das Leben wickelt sich auf der Strasse ab:




Wäsche waschen, Gemüse rüsten, Tiere schlachten....

Im Tante Emma Laden wird man immer freundlich bedient. Die Leute reagieren sehr positiv auf den Besuch von uns Langnasen...


Marktszenen: Mobile Schneiderei
   
Schuhmacherwerkstatt


Grosses Angebot an Hühnern und Enten



Man kann sich auch mit Kohle eindecken

Chinesische Mädchen ohne Scheu vor Ausländern im Gegensatz zunm jüngeren Bruderals
 3 Rad Transporter, Modell Eigenbau, aber er fährt




Die schwarzen  Flecken in der Landschaft sind unübersehbar,... 


wir sind in einem Braunkohle Gebiet. Alles ein bisschen schwarz und schmudelig


Alte, teilweise aufgegebene Fördertürme und moderne Anlagen im Hintergrund liegen dicht beisammen.
Die Sicherheit der alten Installationen führt immer wieder zu Grubenunglücken


Die Kohle wird durch lange Kolonnen von Lastwagen aus den Bergen abtransportiert. Die Beanspruchung der Fahrzeuge auf den schlechten Strassen ist enorm, daher auch all die Service Points in den Dörfern.
Unseren Dieselmotor möchten wir aber nicht hier reparieren lassen


Anschlieesend folgt das Prüfstück für unsere Fahrzeuge: 3900 m ist der Pass hoch und dies  bei warmen Temperaturen



Im oberen Teil gibts Schotterstrasse und was für eine...


Dafür werden wir mit spekrakulären Panoramas belohnt

Alpaufzug mit Yaks. Das Zelt und die Gerätschaften sind gut verpackt auf dem Rücken der Tiere


Hirtin mit geschmücktem Pferd. Man beachte den echten blauen Knüpfteppich als Sattel

Wir verlassen die Berge....


und durchqueren endlose Ebenen mit Mais und Weizenfeldern,....


mit breiten Flüssen. Hier nach einem Gewitter



Industrieanlagen tragen nachwievor massgebend zur Luftverschmutzung bei




China investiert Unsummen  in die Infrastruktur des Landes um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern
Aufwendig gebaute Zuglinie auf Damm  um Schäden bei Ueberschwemmungen zu verhindern


Neben Kohle- und Atomkraftwerken werden auch hunderte von Windrädern aufgestellt um den Ebnergiehunger zu befriedigen. In der Wüste gibts ja Platz genug.


Wir sind in Jiuguang am westlichen Ende der chinesischen Mauer
Ein grosses Fort mit Lehmmauern diente der Verteidigung der Westgrenze des Reiches 




Hinter dicken Mauern stehen tempelartige Gebäude die als Wohnräume,  Tempelanlagen oder Theater für die Soldaten und den General dienten


Sicht auf Feindesland im Norden ( Gobi und Altei Gebirge der Mongolei)

Wir übernachten direkt and der Lehmmauer die hier ca 8m hoch und 6 m breit ist



Unterbrochen von Wachttürmen zieht sich die Mauer 4000 km ostwärts über die Berge






Bauerngut, mutet fast mediterran an

Noch zwei Kuriositäten:
Spezialtransport von Rohren. Nicht ganz unproblematisch wenn dieses Ungetüm einem in Baustellen mit provisorischer erdiger Strasse  und engen Kurven begegnet (ist uns passiert...)


Und hier noch ein Bild das mir Urs Alleman geschickt hat zur Illustration der aktuellen Trends in China: Wohnmobile sind in.....

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