Donnerstag, 28. Juli 2011

Grenzübertritt Mongolei-China

Unsere 20 Womos stehen an der mongolischen Grenze, wo wir eine eigene Spur belegen dürfen. Trotzdem versuchen mongolische Pws sich  immer wieder sportlich zwischen uns zu drängen. Nach etwa 4 Stunden orientierte dann das mongolische Militär das Chinesische  über unsere Ausreise.
Wir fahren an den chinesischen Grenzposten, wo wir von einer ganzen Truppe von  Zöllnern und Zöllnerinnen empfangen werden und erstmals ausgiebig fotografiert werden (für persönliche Zwecke). Die Einreise der Personen geht aber dann recht zügig voran, bis auf eine Teilnehmerin, bei der auf dem Visum die Passnummer  nicht stimmte. (Ein Buchstabe zu viel in der Visanummer) Nach langem  Hin und Her bekam sie dann ein neues Visum. Während wir Frauen in der kühlen Halle warten durften, mussten die Männer bei der Inspektion der Autos anwesend sein (zum Glück wurden keine Hunde ins Womo geschickt wie in Russland!). Die Zöllner waren eigentlich mehr am Interieur intressiert als an Chassisnummern und Motorennummern.
Wir erhalten von unserem chinesischen Reiseleiter ein chinesisches Autokennzeichen und einen  Führerschein, den wir nicht einmal  lesen können.
Endlich,  nach weiteren 4 Stunden war es dann soweit, dass wir zum vom Zoll zu- gewiesenen Hotel in Erenhot fahren durften, um dort das endgültige OK  für die Weiterreise abzuwarten, was im besten Fall noch am selben Abend geschehen sollte, sicher aber gegen Mittag des nächsten Tages. Da aber die Datenleitung nach Peking durch eine Baumaschine gekappt wurde, warteten wir ganze zwei Tage dicht zusammengedrängt im Hinterhof des Hotels, wo auch Abfälle in einer Kohleheizanlage verbrannt wurden. Entsprechend war die Luft etwas dick…
Da der Platz dann für Gäste gebraucht wurde, schickte man die Gruppe zum Tanken….An der Tankstelle warteten wir nochmals 3 Stunden an der prallen Sonne, bis wir mit provisorischen OK  100 km auf vorgeschriebener Strasse in die Steppe fahren durften, möglichst mit grossen Abständen, um ja nicht als Gruppe zu stark aufzufallen.Es könnten uns ja Informanten des Zollamtes sehen... Das def. OK erhielt unser chinesischer Reisebegleiter von seiner Agentur also erst nach zweieinhalb mühsamen Tagen. Um China auf genau definierten Strassen befahren zu dürfen, muss man sich gedulden können…
Die Stimmung wurde durch die Schönheit der Steppe gebessert. Anfängli chgute Strassen, die aber immer schlechter wurden und mit riesigen Schlaglöchern übersät waren.
Auch der nächste Fahrtag gestaltete sich sehr schwierig. Auf einer Länge von 100 km musste eine Baustelle mit Werkverkehr, mit grossen Schlaglöchern und erdigen  Naturstrassen befahren werden.  Zeitaufwändig,  anspruchsvoll zum Fahren, die Aufmerksamkeit beider war gefordert.
So gestalteten sich unsere ersten Tage in China. Jedoch das feine Essen  hat manch schlechten Eindruck wieder gut gemacht.

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