Donnerstag, 28. Juli 2011

21 Innere Mongolei und Chinas Osten






Wir parkieren in  einem Hotelhof in der chinesischen Grenzstadt Erenhot, wo wir das  grüne Licht des chinesischen  Zolls zur Weiterfahrt abwarten müssen. Wir kriegen von unserem neuen lokalen Tourguide chinesische Autoschilder, einen Fahrausweis und einen dicken Roadatlas (alle Karten mit chinesischen Ortsnamen...)

Im Hinterhof befindet sich auch die hoteleigene Heizzentrale mit Kohlenfeuerung/Abfallverbrennung, welche uns das Atmen nach der sauberen Steppenluft schwer macht 


Neben unseren Autos werden  Wasserleitungen erneuert. Konstruiert, mit Schweissbrenner ausgeschnitten und geschweisst wird auf der Baustelle. Chinesen verstehen es mit wenig viel zu machen


Am Abend gibts chinesischen Feuertopf (Fondue Chinoise). Jeder hat einen dampfenden Suppentopf vor sich (bei fast 40 °C) und gart Pilze, Fleischhäppchen und viele feine Gemüse. Dazu gibts Tsingtao Bier



Tischtennis in der Hotelhalle hält die Gäste fit


"Freies Internet" gibts auf dem Trottoir. Der Zugang zu unserer Blog Website ist aber in China gesperrt....


Beliebtes Transportmittel in der Stadt: Elektromoped


Erenhot ist eine sehr lebendige rasch wachsende Stadt mitten in der Wüste, die vom Handel mit der Mongolei lebt. Ein richtiger Kultursprung nach den ärmlichen Siedlungen in der mongolischen Gobi.
Die Bevölkerung der Inneren Mongolei besteht zu 70% aus Han Chinesen, die ursprünglich rein mongolische Bevölkerung ist heute eine Minderheit

Moderne Bürokomplexe prägen die Aussenbezirke der Stadt


 Typische kleine Läden im Zentrum mit einem Sammelsurium an angebotenen Waren.

Eine richtige Augenweide ist der Markt: Riesiges Angebot an Gemüse, Früchten, Fleisch, Fisch ...
Ein wahres Paradies für Jeden der aus der Mongolei kommt.

 Frisch zubereitete Nudeln: Eine Portion für 2 Mahlzeiten kostet 40 Rappen
Mobile Spenglerei auf der Strasse



Velo-Rikscha mit Sonnendach sind sehr beliebt,
selbst dieses schon etwas ältere Modell hat einen Elektromotor


Die Abreise verzögert sich. Wegen Beschädigung der Zollamtdatenleitung nach Beijing durch eine Baumaschine müssen wir an der Ausfallstrasse stundenlang in der glühenden Hitze auf das OK  warten .


Wir fahren schliesslich einzeln, mit grossen Abständen 100 km auf einer breiten Autobahn durch die Gobi weiter, sodass wir nicht zu sehr auffallen. Der Zoll könnte ja seine Informanten haben. 


Entlang der Strasse stehen verschiedene Dinosaurierplastiken  und künstlichen Palmen in der wüstenartigen Landschaft, ein Hinweis, dass es hier nicht immer so öde war.  




Gegensätze: Lehmhaus in der Steppe......


 in der Nähe grösserer Siedlungen  etwas monotone Ziegelstein- Häuser, etwas besser als Lehmhütten



in  den wenigen Dörfern entlang der Strasse trifft man auf  Lichtsignale (Dauer der Grünphase wird in Sekunden angezeigt) , künstlerische  Beleuchtungsmasten und moderne Geschäftshäuser und das alles  mitten in der Wüste 


 Dort wo bewässert wird, gedeiht sogar Mais


Salzgewinnung in flachen Becken


 Riesige Abraumhalden der Kohlenminen (Tagbau) setzen Akzente in der Landschaft.


 Ueberall wird gebaut: hier eine neue Autobahn. Die Planung ist sehr grosszügige, da genügend freies Land vorhanden ist


Der  Energiebedarf ist gewaltig: neben Kohle, Elektrizität, Oel...

Abag Qi : eine moderne Stadt in der Steppe wie  aus der Retorte: in China eigentlich ein Dorf, da richtige Städte 1 Mio Einwohner haben.



Es herrscht dichter Verkehr. Autos sind neueren Datums, meist aus Japan.

 Ueberall Putzequippen und Strassenwischer: Dafür ist alles sehr sauber und gepflegt.

Eine der vielen Backsteinfabriken: geheizt wird mit Kohle.
Vorne werden  Ziegel getrocknet

Aehnlich der nördlichen Mongolei wirds weiter südwärts wirds wieder grüner . Die Aussicht auf der Landstrasse ist fantastisch, doch die vielen Schlaglöcher erfordern aufmerksames Fahren

Bilder wie wir sie aus der nördlichen Mongolei kennen




 Jurten werden aber meist nur noch für touristische Zwecke gebraucht (Hotelanlagen)



Auch die Landstrassen erinnern uns an die Mongolei: oft kann man die Löcher nur im Kriechgang durchfahren 




China setzt auf neue Technologien: Windkraftwerk


  typische  Landschaft mit fruchtbarem Lössboden


Bauernsiedlung

Hier gibts  keine Monokulturen: Kleine Felder mit Gemüse, Mais etc werden von Hand gepflegt.

Heilige Stätten der Buddhisten sind auf dem Lande eher selten zu finden

 Nach dem grossen Gewitter: eine braune Brühe wälzt sich zu Tale.



Erosion ist hier totz Lärchenwald ein grosses Problem




Typische chinesisch: Neue Landstrasse mit Blumenrabatten, Einfassungsmauer und Pappeln und
kein Abfall links und rechts der Strasse

Realität auf dem Lande: gepflügt wird nachwievor mit Esel und Holzpflug


Typisches Strassendorf: die meisten Häuser stehen entlang der einzigen Strasse


Es ist Erntezeit für Melonen. Der Esel bringt die Früchte auf den Markt..

oder man bringt die Waren (hier Pilze) gleich selbst mit dem Schubkarren 



Völlig überrascht hat uns diese katholische Kirche im Dorf

Aprikosenkerne werden zum Trocknen auf der Strasse ausgebreitet.

Vor den Läden und Handwerksbetrieben wird oft Gemüse angepflanzt: jeder Quadratmeter Boden wird genutzt


Typische Marktszene:  Zahlreiche Kleinhändler bieten ihre  meist am Boden ausgelegteWare an

Die klassischen drei Transportmttel auf dem Lande


Kleine Dreiradmobile sind schon die Ausnahme




Fruchtbare Ebenen mit Stangenbohnen und Mais


Mautstation: Die Benutzung der neuen Autostrassen ist kostenpflichtig

Die Einfahrt in die Stadt Chifeng: grosszügige 8- spurige Strasse ins Zentrum

Chinesische Treibhäuser mit Lehmmauern gegen kalte Nordwinde



Die Konkurrenz ist gross, alle wollen Melonen verkaufen



Reparatur mitten auf der Strasse

Bei 40°C schätzt man diese Pappelalleen


Recht oft sieht man kleine Hanfplantagen: Für Eigenbedarf ?

Bauernhausidylle

Infolge Bau der Autobahn ist die Hauptstrasse gesperrt und der ganze Verkehr rollt durch enge staubige Dorfstrassen

durch noch staubigere Baustellen...



oder schlammige Pisten die Ausweichmanöver zum Abenteur machen



Dabei wäre die Landschaft so schön... Bewaldete Hügel und fruchtbarer Talboden wie im Südtessin


In den Dörfern findet man überall kleine Garküchen entlang der Strasse

Wir werden eingeladen unbedingt die Eierspeise zu kosten......

Sauberes Wasser gibts nur am Brunnen, wenn überhaupt..


Die Schafe lassen sich durch den grossen Staub und Verkehr nicht stören


Wir erreichen die Provinzhauptstadt Chengde (0.6 Mio EW).. einst die Sommerresidenz der Qing Kaiser  aus Peking

einst die Sommerresidenz der Qing Kaiser  aus Peking.
 Es ist Ferienzeit mit entsprechend grossem Besucherandrang

Wir stehen über Nacht auf einem grossen Hotelparkplatz mit ungewohnter Kulisse nach all den Nächten in der freien Wildnis

Umgeben wird der Sommerpalast von acht Tempel- und Klosterkomplexen, im Bild der kleine Potala, eine Kopie des Potala Palast in Lhasa.

Das Bild zeigt die gewaltigen Ausmasse des Klosters, zuoberst das Wohnhaus des Panchen Lama falls dieser in Chengde zu Besuch war 


Eingangstor




Grosse Stele mit kunstvollen Steinreliefs


..oben eingrafiert sind Texte in Tibetisch, Mongolisch und Chinesisch

 Die Fenster der von Lamas ehemals bewohnten Gebäuden sind meist zugemauert um eine Ablenkung durch Sonnenlicht zu verhindern


Tor  mit Keramik Dekor und 2 Löwen, die auf die Macht des Lamas hinweisen



Gebetsmühlen vor der Residenz des Dalai Lamas: bleiben durch das häufige Berühren immer schön poliert

Mehrstöckige Arkaden mit dahinter liegenden Wohnräumen umgeben die Audienzhalle


Der Thron des  Dalai Lamas in der Audienzhalle 

Dach der Audienzhalle mit Messingziegeln

Steinreliefs erzählen von der ruhmvollen Vergangenheit 



reich verzierte Dachaufbauten


Natürlich fehlen aucgh die Souvenirstände nicht. Es gibt aber neben all dem Kitsch nur wenig kunsthandwerklich Interessantes

Ein Gruppmitglied hilt der Strassenwischerin

Eingang zum Tempel des universalen Friedens, zuhinterst mit dem Mahayana Pavillon in dem der hölzerne 22m hohe  Bodhisattva  Avalokiteshvara mit 42 Armen steht.

Detail der aufwändigen reich bemalten Dachkonstruktion


Man muss mehrere Tore passieren um in den zuoberst gelegenen Hauptschrein zu gelangen

Räucherstäbchen werden kiloweise verkauft...

und als Opfer an die Götter in speziellen Eisenwannen dargebracht zur Erfüllung persönlicher Wünsche



Die Verehrung der zahlreichen Götter wird von vielen Besuchern noch praktziert.
Beachtenswert sind die prunkvollen  Vorhänge


Drachen als Dachverzierungen, aussen die Jungen


Man könnt meinen in Tibet zu sein.

Regenwasserspeiender Drachen, alles aus Marmor(Terssenentwässerung)





In den Städten herrscht meist ein riesen Verkehrschaos, es gilt das Recht des Stärkeren oder Mutigeren



In den küstennahen Ebenen wird Mais und Reis angepflanzt
Deutlich sichtbar infolge hoher Luftfeuchtikeit sich bildende Nebel. Temp liegt eratur bei 35°C

Wir sind am Gelben Meer in Beidaihe, einem sehr bekannten Seebadeort mit beinahe tropischem Klima,  Wir übernachten im altehrwürigen Friendship Hotel, in dem es vor allem Russische Gäste hat


So elegant kann Morgengymnastik in China sein




Nicht ganz so elegant geht es Innen zu: Sturm des Frühstückbuffets um 07.30

Ein Chinesisches Frühstück beinhaltet  Gemüse, Fleische, Suppen, Nudeln....
Wie gern hätten wir ein Kaffee und ein gutes Stück dunkles Brot mit Butter und Konfitüre

Für Sicherheit wird viel getan: Bewachung in Achtungsstellung



Heftiger Regen verwandelte in der Nacht unseren Stehplatz in einen Sumpf

Aeste und  Blätter werden am Morgen durch die Putzequippen beseitigt



 Chinesen sind grundsätzlich sehr neugierig und schauen ungeniert mal ins Wohnmobil rein


In Strandnähe überall gepflegte Hotels und Restaurants. Der Ort lebt zu 100% vom Tourismus



Am Gelben Meer: gelb ist es nicht eigentlich, eher braun..
Auf der Strandpomenade sind ca 50 Busse parkiert die die Touristen an den Strand gebracht haben.
Der Himmel ist weiterhin grau und neblig.


An der Uferpromenade kauft man aufblasbare Schwimmhilfen und Badekleider


Am Hafen gibts zahlreiche gepflegte russische Restaurants mit russischer Speisekarte .
Wir werden vom Service personal in Russisch angesprochen.


Daneben gibts zahlreiche Seafood Restaurants mit Aquarien voller Fische und anderen Meerestieren: Man lässt sich die gewünschte Krabbe oder Fisch direkt rausholen.



Wer möchte gern einmal ein Häppchen  versuchen




Auch die Supermärkte sind prinzipiell in Russisch und Chinesisch angeschrieben


Gepflegte saubere Promenaden mit schattenspendenden Föhren und vielen Blumenrabatten sind hier besonders auffallend (man macht was für die Gäste)




Am Gelben Meer haben wir  den östlichsten Punkt unserer Reise erreichrt, von jetzt an sind wir schon wieder auf dem Heimweg

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