Wir parkieren in einem Hotelhof in der chinesischen Grenzstadt Erenhot, wo wir das grüne Licht des chinesischen Zolls zur Weiterfahrt abwarten müssen. Wir kriegen von unserem neuen lokalen Tourguide chinesische Autoschilder, einen Fahrausweis und einen dicken Roadatlas (alle Karten mit chinesischen Ortsnamen...)
Im Hinterhof befindet sich auch die hoteleigene Heizzentrale mit Kohlenfeuerung/Abfallverbrennung, welche uns das Atmen nach der sauberen Steppenluft schwer macht
Neben unseren Autos werden Wasserleitungen erneuert. Konstruiert, mit Schweissbrenner ausgeschnitten und geschweisst wird auf der Baustelle. Chinesen verstehen es mit wenig viel zu machen
Am Abend gibts chinesischen Feuertopf (Fondue Chinoise). Jeder hat einen dampfenden Suppentopf vor sich (bei fast 40 °C) und gart Pilze, Fleischhäppchen und viele feine Gemüse. Dazu gibts Tsingtao Bier
Tischtennis in der Hotelhalle hält die Gäste fit
"Freies Internet" gibts auf dem Trottoir. Der Zugang zu unserer Blog Website ist aber in China gesperrt....
Beliebtes Transportmittel in der Stadt: Elektromoped
Erenhot ist eine sehr lebendige rasch wachsende Stadt mitten in der Wüste, die vom Handel mit der Mongolei lebt. Ein richtiger Kultursprung nach den ärmlichen Siedlungen in der mongolischen Gobi.
Die Bevölkerung der Inneren Mongolei besteht zu 70% aus Han Chinesen, die ursprünglich rein mongolische Bevölkerung ist heute eine Minderheit
Moderne Bürokomplexe prägen die Aussenbezirke der Stadt
Typische kleine Läden im Zentrum mit einem Sammelsurium an angebotenen Waren.
Eine richtige Augenweide ist der Markt: Riesiges Angebot an Gemüse, Früchten, Fleisch, Fisch ...
Ein wahres Paradies für Jeden der aus der Mongolei kommt.
Frisch zubereitete Nudeln: Eine Portion für 2 Mahlzeiten kostet 40 Rappen
Mobile Spenglerei auf der Strasse
Velo-Rikscha mit Sonnendach sind sehr beliebt,
selbst dieses schon etwas ältere Modell hat einen Elektromotor
Die Abreise verzögert sich. Wegen Beschädigung der Zollamtdatenleitung nach Beijing durch eine Baumaschine müssen wir an der Ausfallstrasse stundenlang in der glühenden Hitze auf das OK warten .
Wir fahren schliesslich einzeln, mit grossen Abständen 100 km auf einer breiten Autobahn durch die Gobi weiter, sodass wir nicht zu sehr auffallen. Der Zoll könnte ja seine Informanten haben.
Entlang der Strasse stehen verschiedene Dinosaurierplastiken und künstlichen Palmen in der wüstenartigen Landschaft, ein Hinweis, dass es hier nicht immer so öde war.
Gegensätze: Lehmhaus in der Steppe......
in der Nähe grösserer Siedlungen etwas monotone Ziegelstein- Häuser, etwas besser als Lehmhütten
in den wenigen Dörfern entlang der Strasse trifft man auf Lichtsignale (Dauer der Grünphase wird in Sekunden angezeigt) , künstlerische Beleuchtungsmasten und moderne Geschäftshäuser und das alles mitten in der Wüste
Dort wo bewässert wird, gedeiht sogar Mais
Salzgewinnung in flachen Becken
Riesige Abraumhalden der Kohlenminen (Tagbau) setzen Akzente in der Landschaft.
Der Energiebedarf ist gewaltig: neben Kohle, Elektrizität, Oel...
Abag Qi : eine moderne Stadt in der Steppe wie aus der Retorte: in China eigentlich ein Dorf, da richtige Städte 1 Mio Einwohner haben.
Es herrscht dichter Verkehr. Autos sind neueren Datums, meist aus Japan.
Ueberall Putzequippen und Strassenwischer: Dafür ist alles sehr sauber und gepflegt.
Eine der vielen Backsteinfabriken: geheizt wird mit Kohle.
Vorne werden Ziegel getrocknet
Aehnlich der nördlichen Mongolei wirds weiter südwärts wirds wieder grüner . Die Aussicht auf der Landstrasse ist fantastisch, doch die vielen Schlaglöcher erfordern aufmerksames Fahren
Bilder wie wir sie aus der nördlichen Mongolei kennen
Jurten werden aber meist nur noch für touristische Zwecke gebraucht (Hotelanlagen)
Auch die Landstrassen erinnern uns an die Mongolei: oft kann man die Löcher nur im Kriechgang durchfahren
China setzt auf neue Technologien: Windkraftwerk
typische Landschaft mit fruchtbarem Lössboden
Bauernsiedlung
Hier gibts keine Monokulturen: Kleine Felder mit Gemüse, Mais etc werden von Hand gepflegt.
Heilige Stätten der Buddhisten sind auf dem Lande eher selten zu finden
Nach dem grossen Gewitter: eine braune Brühe wälzt sich zu Tale.
Typische chinesisch: Neue Landstrasse mit Blumenrabatten, Einfassungsmauer und Pappeln und
kein Abfall links und rechts der Strasse
Realität auf dem Lande: gepflügt wird nachwievor mit Esel und Holzpflug
Typisches Strassendorf: die meisten Häuser stehen entlang der einzigen Strasse
Es ist Erntezeit für Melonen. Der Esel bringt die Früchte auf den Markt..
oder man bringt die Waren (hier Pilze) gleich selbst mit dem Schubkarren
Völlig überrascht hat uns diese katholische Kirche im Dorf
Aprikosenkerne werden zum Trocknen auf der Strasse ausgebreitet.
Vor den Läden und Handwerksbetrieben wird oft Gemüse angepflanzt: jeder Quadratmeter Boden wird genutzt
Typische Marktszene: Zahlreiche Kleinhändler bieten ihre meist am Boden ausgelegteWare an
Die klassischen drei Transportmttel auf dem Lande
Kleine Dreiradmobile sind schon die Ausnahme
Fruchtbare Ebenen mit Stangenbohnen und Mais
Mautstation: Die Benutzung der neuen Autostrassen ist kostenpflichtig
Die Einfahrt in die Stadt Chifeng: grosszügige 8- spurige Strasse ins Zentrum
Chinesische Treibhäuser mit Lehmmauern gegen kalte Nordwinde
Die Konkurrenz ist gross, alle wollen Melonen verkaufen
Reparatur mitten auf der Strasse
Bei 40°C schätzt man diese Pappelalleen
Recht oft sieht man kleine Hanfplantagen: Für Eigenbedarf ?
Bauernhausidylle
Infolge Bau der Autobahn ist die Hauptstrasse gesperrt und der ganze Verkehr rollt durch enge staubige Dorfstrassen
durch noch staubigere Baustellen...
oder schlammige Pisten die Ausweichmanöver zum Abenteur machen
Dabei wäre die Landschaft so schön... Bewaldete Hügel und fruchtbarer Talboden wie im Südtessin
In den Dörfern findet man überall kleine Garküchen entlang der Strasse
Wir werden eingeladen unbedingt die Eierspeise zu kosten......
Sauberes Wasser gibts nur am Brunnen, wenn überhaupt..
Die Schafe lassen sich durch den grossen Staub und Verkehr nicht stören
Wir erreichen die Provinzhauptstadt Chengde (0.6 Mio EW).. einst die Sommerresidenz der Qing Kaiser aus Peking
einst die Sommerresidenz der Qing Kaiser aus Peking.
Es ist Ferienzeit mit entsprechend grossem Besucherandrang
Wir stehen über Nacht auf einem grossen Hotelparkplatz mit ungewohnter Kulisse nach all den Nächten in der freien Wildnis
Das Bild zeigt die gewaltigen Ausmasse des Klosters, zuoberst das Wohnhaus des Panchen Lama falls dieser in Chengde zu Besuch war
Eingangstor
Grosse Stele mit kunstvollen Steinreliefs
..oben eingrafiert sind Texte in Tibetisch, Mongolisch und Chinesisch
Die Fenster der von Lamas ehemals bewohnten Gebäuden sind meist zugemauert um eine Ablenkung durch Sonnenlicht zu verhindern
Tor mit Keramik Dekor und 2 Löwen, die auf die Macht des Lamas hinweisen
Gebetsmühlen vor der Residenz des Dalai Lamas: bleiben durch das häufige Berühren immer schön poliert
Mehrstöckige Arkaden mit dahinter liegenden Wohnräumen umgeben die Audienzhalle
Der Thron des Dalai Lamas in der Audienzhalle
Dach der Audienzhalle mit Messingziegeln
Steinreliefs erzählen von der ruhmvollen Vergangenheit
reich verzierte Dachaufbauten
Natürlich fehlen aucgh die Souvenirstände nicht. Es gibt aber neben all dem Kitsch nur wenig kunsthandwerklich Interessantes
Ein Gruppmitglied hilt der Strassenwischerin
Eingang zum Tempel des universalen Friedens, zuhinterst mit dem Mahayana Pavillon in dem der hölzerne 22m hohe Bodhisattva Avalokiteshvara mit 42 Armen steht.
Detail der aufwändigen reich bemalten Dachkonstruktion
Man muss mehrere Tore passieren um in den zuoberst gelegenen Hauptschrein zu gelangen
Räucherstäbchen werden kiloweise verkauft...
und als Opfer an die Götter in speziellen Eisenwannen dargebracht zur Erfüllung persönlicher Wünsche
Die Verehrung der zahlreichen Götter wird von vielen Besuchern noch praktziert.
Beachtenswert sind die prunkvollen Vorhänge
Drachen als Dachverzierungen, aussen die Jungen
Man könnt meinen in Tibet zu sein.
Regenwasserspeiender Drachen, alles aus Marmor(Terssenentwässerung)
In den Städten herrscht meist ein riesen Verkehrschaos, es gilt das Recht des Stärkeren oder Mutigeren
In den küstennahen Ebenen wird Mais und Reis angepflanzt
Deutlich sichtbar infolge hoher Luftfeuchtikeit sich bildende Nebel. Temp liegt eratur bei 35°C
Wir sind am Gelben Meer in Beidaihe, einem sehr bekannten Seebadeort mit beinahe tropischem Klima, Wir übernachten im altehrwürigen Friendship Hotel, in dem es vor allem Russische Gäste hat
So elegant kann Morgengymnastik in China sein
Nicht ganz so elegant geht es Innen zu: Sturm des Frühstückbuffets um 07.30
Ein Chinesisches Frühstück beinhaltet Gemüse, Fleische, Suppen, Nudeln....
Wie gern hätten wir ein Kaffee und ein gutes Stück dunkles Brot mit Butter und Konfitüre
Für Sicherheit wird viel getan: Bewachung in Achtungsstellung
Heftiger Regen verwandelte in der Nacht unseren Stehplatz in einen Sumpf
Aeste und Blätter werden am Morgen durch die Putzequippen beseitigt
Chinesen sind grundsätzlich sehr neugierig und schauen ungeniert mal ins Wohnmobil rein
In Strandnähe überall gepflegte Hotels und Restaurants. Der Ort lebt zu 100% vom Tourismus
Am Gelben Meer: gelb ist es nicht eigentlich, eher braun..
Auf der Strandpomenade sind ca 50 Busse parkiert die die Touristen an den Strand gebracht haben.
Der Himmel ist weiterhin grau und neblig.
An der Uferpromenade kauft man aufblasbare Schwimmhilfen und Badekleider
Am Hafen gibts zahlreiche gepflegte russische Restaurants mit russischer Speisekarte .
Wir werden vom Service personal in Russisch angesprochen.
Daneben gibts zahlreiche Seafood Restaurants mit Aquarien voller Fische und anderen Meerestieren: Man lässt sich die gewünschte Krabbe oder Fisch direkt rausholen.
Wer möchte gern einmal ein Häppchen versuchen
Auch die Supermärkte sind prinzipiell in Russisch und Chinesisch angeschrieben
Gepflegte saubere Promenaden mit schattenspendenden Föhren und vielen Blumenrabatten sind hier besonders auffallend (man macht was für die Gäste)
Am Gelben Meer haben wir den östlichsten Punkt unserer Reise erreichrt, von jetzt an sind wir schon wieder auf dem Heimweg
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