Wir fahren in gerader Linie nach Norden an die Kaspische See.
Die Grossstadt Teheran mit 15 Mio Einwohnern lassen wir rechts liegen
Unterwegs durchqueren wir kleine Dörfer, in denen man sich mit dem lebensnotwendigen eindecken kann. Hier ein Bäcker der getrocknete Brotfladen (wie Crackers) verkauft, die mit ein wenig Frischkäse sehr gut schmecken
Viele kleine Läden haben sich auf Getränke , Suessigkeiten und Snacks spezialisiert. Das Angebot ist überall das selbe, die Konkurrenz gross.
Gemüse und Früchte kauft man am besten gleich vom Produzenten an der Strasse.
Oft werden Zwiebeln, Trauben oder Granatäpfel nur sack- oder kistchenweise verkauft, dafür zu Preisen von denen wir nur träumen können.
Links Ladengeschäft, rechts Abfüllstation für Propangas
Mitten in der Landschaft stehen moderne Industieanlagen.
Eine vernünftige Zonenplanung gibt es hier noch nicht
Grosses Zementwerk
Getreideanbau. Hinter den Hügeln liegt die Kaspische Seein den Ebenen
Es weht eine starke Brise vom Meer her . Die Feuchtigkeit bildet eine Leewolke am Gipfel
Richtung Meer treffen wir nach langem wieder einmal auf Wald
Der Küstenstreifenentlang der Kaspischen See ist sehr flach und wird dank dem milden Klima landwirtschaftlich intensiv genutzt. Entsprechend dicht ist die Besiedelung,...
was sich vor allem im Provinzzentrum Rasht auch ausserhalb der Touristensaison auf den Strassen bemerkbar macht.
Am Morgen werden wir durch einen spektakulären Sonnenaufgang am flachen Sandstrand des Meers geweckt .
Morgenidylle : Selbst am Strand ist Tschaddor Tragpflicht
Die Strandinfrastruktur ist noch ein bisschen improvisiert, hat dafür aber einen speziellen Charme
Auch das gibts im Iran:
Auf unserer Fahrt Richtung Täbiz überqueren wir das Elbruz Gebirge. Auf über 2300 m gehts durch Bergwälder ...
und saftige Alpweiden mit kleinen Streusiedlungen, die aber in dieser Jahreszeit nur noch teilweise bewohnt sind.
Etwas weiter vom Meer weg wechselt das Landschaftsbild schlagartig:
Wir durchfahren eine karge Berglandschaft, auf Wegen, die auf keiner Karte und in keinem GPS zu finden sind. Hier hilft nur noch Fragen. Die Landleute zeigen sich trotz Verständigungsschwierigkeiten sehr hilfsbereit und wir schaffen es nach 150 Km aus diesem Labyrinth wieder auf die Autobahn zu kommen.
Entlang der Autobahn fahren wir an farbigen Erdhügeln vorbei, die wir schon verschiedentlich z.B. in China angetroffen haben.
Täbriz: Die Vorstadt dehnt sich immer mehr Richtung Wüste aus.
Tankstellen speziell für Diesel findet man wie hier nur an der Peripherie der Städte.
Privatautos verwenden meist Benzin oder Autogas.Treibstoff ist allgemein sehr billig. Einheimische bezahlen nur 10 Cent /l, wir das Dreifache, was aber immer noch sehr günstig ist.
Unsere Benzinkarte berechtigt uns zum Bezug von nur 300 l , was bei 3000 Fahrkilometern nicht reichen wird.So fragen wir immer wieder die LKW Fahrer, ob Sie uns Ihre Karte zur Verfügung stellen. Funktioniert meist ohne Probleme.
Wir übernachten im El Goli Park, einer Grünanlage am Rande der Stadt, mit Camping- resp. Picknickplätzen, eigener Moschee etc.
Der Gartenpavillon wird als Zeltplatz genutzt , sowas gibts nur im Iran.
Das Angebot an Sportmöglichkeiten wird rege benutzt. Auch wenn der American way of life nicht besonders beliebt ist bei den Iranern, wird trotzdem Basketball gespielt.
Oben auf dem Hügel thront ein Firstclass Hotel
...mit einer super Panoramasicht vom Dachrestaurant aus.
Die Altstadt mit dem grossen ueberdeckten Basar (7 km2) mit 24 Karawansereien ist nur schwer zu erkennen.
Viele der alten Gebäude inkl.der Blauen Moschee sind durch die häufigen starken Erdbeben zerstört und nur teilweise wiederaufgebaut worden.77'000 Tote gab es allein im Jahre 1727.
Auf dem Weg zur Türkischen Grenze in Bazargan
Ein Student aus Lausanne der per Velo bis nach Teheran fahren will.
Im Hintergrund taucht der 5000m hohe Vulkan Ararat mit seinen Nebenkratern auf. Der imposante Berg liegt im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Armenien.
Bazargan, der Grenzort ist ein kleines verschlafenes Städtchen
Die Grenze ist jedoch stark frequentiert von LKW's und Privatautos.
Entsprechend lang sind die Warteschlangen.
"Hallo Friend, I help You" heisst es. Wir wollen die Grenzabfertigung selber erledigen, scheitern aber kläglich an dem undurchsichtigen Ablauf (Einreise und Ausreise werden von den gleichen Beamten gehandhabt). Auf der Einreiseseite warten ganze Busladungen auf Papier- und Gepäckkontrolle . Die Grenzpolizei und die Zollbeamten machen uns klar, dass ohne Hilfe dieser Vermittler nichts läuft.
Nach 50 $ Schmiergeld werden wir im abgekürzten Verfahren abgefertigt. Das Fahrzeug wurde von keinem Beamten, sondern nur durch unseren Freund pro Forma kontrolliert.
Ein etwas unwürdiger Abgang aus einem Land in dem wir eigentlich nichts negatives über Polizei und Militär sagen können, da wir als Touristen immer sehr vorzüglich behandelt wurden und nie Geld gefordert wurde.
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