Wir lassen Tashkent hinter uns und ueberqueren schon bald den Syr Daria, einer der grossen Flüsse die in den Aralsee münden . Doch die Tadschicken lassen nur ungenügende Mengen Wasser nach Uzbekistan, was zu ständigen politischen Spannungen führt.Die Austrocknung des Aralsee ist eine Folge davon
Flusswasser ist auch sehr wichtig für die Bewässerung der riesigen Baumwollfelder.
Wo Wasser fehlt gibts nur Steppe und kahle Hügel (gehören zu Tadschikistan)
Doch verdursten muss keiner hier: üppiges Angebot an Getränken und Früchten
Uzbekistan ist ein wichtiger Seidenlieferant: Maulbeerbäume wachsen entlang der Strasse.
Nächster Etappenort auf der Seidenstrasse ist Samarkand
Der Registan ist der bedeutenste Platz im Zentrum, der von 3 Koranschulen umgeben ist
Sehr harmonische und ausgewogene Bauten mit reich verzierten Fassaden aus dem 14 bis 16 Jahrhundert.
Der Glasur der Kacheln ist auch nach 600 Jahren noch gut erhalten.
Jede Fassade ist individuell gestaltet.
Aussen und innen liegen die Kammern zum Schlafen oder zum Studieren dicht nebeneinander.
Wo früher die Schlafgemache der Schüler waren, sind heute schicke Boutiqen und Souvenirgeschäfte
Bekannt sind die Uzbekischen Keramikwaren
oder auch die Suzanis, mit Seide bestickte Tücher und Decken, hier im Samarkander Stil
Die Innenhöfe der Schulen werden peinlichst sauber gehalten.
Auch Ruhebetten fehlen nicht
Die Mosche der Tilla Kari Medresse ist innen reich vergoldet
Detail der Deckendekoration
Innenhof mit Gebetsteppichen
Unser Aufenthalt in Samarkand verlängert sich unfreiwillig: Das Wohnmobil muss wegen Schaden am Antrieb auf einen Lastwagenparkplatz geschleppt werden.
Wir parkieren neben ebenfalls gestrandeten Genossen
Nebenan eine einfache Garage mit einer Grube und sonst nichts...
Wir entschliessen uns ein Abschleppfahrzeug in Taschkent (400 Km) zu organisieren und die Reparatur dort in der Mercedes Garage fachmännisch durchführen zu lassen.
Ein ca 40 jähriger Ford mit Gasmotor kommt nach langem Warten um 2 Uhr morgens das Auto aufladen...
Der Schwerpunkt des Campers liegt aber so weit hinten, dass der Ford vorne hochgeht.
Also Uebungsabbruch und wieder Abladen...
Wir bitten am Morgen die lokalen Mechaniker uns zu helfen das Problem zu finden: alles unter freiem Himmel
.
Die einen glauben das Problem liegt links, die andern Experten tippen auf rechts...
Schlussendlich ist das defekte Teil gefunden. Die Innenverzahnung für die Achswelle an der rechten Radnabe ist so stark abgenutzt, dass keine Kraftübertragung mehr möglich ist .
Wir versuchen den Wagen nach Tashkent (300 km) in die Mercedeswerkstatt zu bringen, doch ein erster Versuch das Auto um 3 Uhr morgens aufzuladen scheitert kläglich: zu schwer und zu lang
Also warten auf die Ersatzteile aus der Schweiz. Wir vertreiben uns die Zeit mit Aufräumen des Autos und dem regen Betrieb auf dem Platz zuschauen. Ganze Motoren werden ausebaut..
und auf Platz in Einzelteile zerlegt ....
"Dr Motor" wie Achmed sich selbstnennt ist spezialisiert auf Zylinder, Kolben und Kurbelwellen
Alle Teile werden im Innern eines LKW Anhängers fein säuberlich wieder zusammengesetzt.
Jedes Werkzeug wird nach jedem Arbeitsgang abgewischt und im Werkzeugkoffer verstaut: fast wie Arbeiten im Reinraum.
und am Wasserhahn abgespühlt und gebürstet
Abends werden wir von Raschid, dem Chef der Anlage zum Nachtessen eingeladen
Am nächsten Morgen ein Lichtblick : Doch leider ist der LKW zu wenig breit
Vesperüberraschung
Wir haben nun Zeit in Hülle und Fülle um die vielen Parks und Sehenswürdigkeiten der Stadt genauer anzuschauen
Viele bedeutende Bauwerke dieser Stadt sind während der Regierungszeit (14Jh) des Nationalhelden Amur Timur entstanden
Das Mausoleum in dem Amur Timur und seine Söhne begraben liegen
Reich verziertes Eingangsportal mitMosaiken aus Keramik
Besonders schön ist der Komplex im Abendlicht
Das Mausoleum wird von Pilgern häufig frequentiert
Nachher geht man in die kleine Moschee nebenan
Schuhe werden immer draussen gelassen
Freiluft Gebetshalle mit reich bemalter Holzdecke für heisse Tage
Eingangstüre: Die Holzschnitzkunst ist hoch entwickelt in Zentralasien
Eingangstor (35 m hoch) zur Moschee Amur Timurs, die einstmal eine der grössten Moscheen Zentralasiens war, aber nach einem Erdbeben zum grösstenTeil einstürzte
Ueberreste des gewaltigen Bauwerks
Der Siob Basar nebenan ist in modernen Gebäuden untergebracht.
Unter den schönen Hallen mit geschnitzten Holzsäulen sorgt ein leichter Wind für angenehme Kühle.
Der Bäcker ist sichtlich stolz auf sein Werk
Halle für Frischkäse, offensichtlich eine Angelegenheit für Frauen
Sobald die Verkäuferin einen Moment wegschaut, fallen die Tauben über die Linsen her.
Kürbisse, ein Zeichen dass der Herbst gekommen ist.
Die Jugend lässt sich immer wieder gerne fotografieren,will nachher aber das Bild anschauen.
Neben dem Basar gibt es aber auch "moderne" Einkaufsstrassen, mit schönen Bürgerhäusern aus dem frühen 20Jh.....
mit vielen trendigen Kleidergeschäfte : Für Hochzeiten wird hier viel Geld ausgegeben
Auch der Bräutigam soll recht gekleidet sein: Prunkmäntel
Erholung nach der Schulstunde auf dem Ruhebank
Schuhputzerei und Schuhmacherei in einem
Hier gibts auch Tophotels, die gegen gutes Geld gutes Internet anbieten (6$/hr)
Wir haben ein nettes Hotel im Zentrum gefunden: Eine angenehme Alternative zum etwas öden LKW Platz. Das Gebäude ist neu aber in traditioneller Weise gebaut.
Siesta auf der Dachterrasse
Von oben hat man einen guten Einblick wie hier gewohnt wird
Spenglerarbeit in Eigenregie: auch alte Bleche werden wieder verwertet.
Die Nachbarn von nebenan. Eine vornehme gut gekleidete alte Dame. War Aerztin und hat 7 Kinder. Daneben eine der Töchter, sie ist Architektin
Etwas ausserhalb der Stadt, die Gräberstadt Shah e Sende
Entlang der Strasse reiht sich Mausoleum an Mausoleum.
Viele der Mausoleen sind für Verwandte und hohe Angestellte von Amur Timur gebaut worden
Unglaublich diese Formenvielfalt dieser Keramik Mosaike
Neben dem eigentlich Grabraum gibts oft ....
kleine Moscheen und Gebetsnischen
Ebenso reich sind die Schnitzerein an den Himmelspforten
Zum Schluss noch ein Bild für Max: Chinesische Fliegenfallen werden hier in allen Restaurants gebraucht
Hui, das klingt aber aufregend. Ich dachte die Gasmotoren Ersatzteile bleiben immer im selben Land, werden also nicht extra um die Welt geschifft, weil es Ersatzteile sind.
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