Sonntag, 11. September 2011

31 Bishkek - Osh

Wir verlassen Bishkek  am Abend und fahren  durch  eine steppenartige Ebene.
Am Strassenrand werden zu Hauf Wassermelonen angeboten.



Ein letztes Dorf , versteckt hinter Pappeln bevor wir die Berge erreichen



und dann gehts ueber Serpentinen  auf 3500m hoch in eine grandiose Bergwelt





Abendstimmung auf 3200 m

Sicht von unserem Uebernachtungsplatz (3000m)  am Morgen  auf die Gebirgsketten des Tien Shan
Hier oben ist es ganz schön kühl Nachts (5°C)

In der Nähe liegt eine Skistation mit  Skilift und Pistenfahrzeug....

Hier stehen keine Baustellenwagen, sondern mobile Jurten


Die Verkaufstände mit Stutenmilch, Kefir und Frischkäse stehen direkt neben der Strasse

Die Schafherden meist mitten auf der Strasse...






Auch die Hochebenen auf  über 3000m sind besiedelt

Ein paar Rinder und Pferde müssen für den Lebensunterhalt reichen


Rundum 4000er Schneegipfel mit kleinen Gletschern

Nomadernidylle mit Kindern, Hund und  Hühnern ?


 
Die vergorene Stutenmilch im "Butterfass"  muss immer  fein gerührt werden und wird zum Trinken mit frischer Milch verdünnt. Ausser dem  Arbeitsbereich vorne ist die Jurte mit dicken Filzteppichen ausgelegt. Gestappelte Filz- und Wolldecken werden nachts zum Zudecken gebraucht



Frischkäsezubereitung am offenen Feuer


Nach dem Pass gehts auf der kurvenreiche Strasse wieder hinunter durch ein schier endloses  Tal


So wie oben  unzählige Jurten Milchprodukte verkaufen wollen, gibts im Tal an jedem Rank einen Wanderimker, der seinen Honig loswerden will. 


Bergbach: an  Gletscherwasser mangelts nicht


Tiefer unten steigen die Temperaturen wieder auf über 35 °C, die Umgebung ist trocken und karg

Wir erreichen den Toktogulsee, ein Stausee mitten in einer Wüstenlandschaft


Eine Landschaft mit fast surrealen Zügen


Unser Uebernachtungsplatz am gegenüberliegenden Ufer des Sees. Hinter den Bergen im Hintergrund liegt Bishkek
Nach einem langen  heissen Fahrtag werden wir durch eine spektakuläre Aussicht belohnt
  

Dort wo bewässert wird gedeihen dem Ufer entlang auch einige Obstbäume

Immer wieder sind kleine Pässe zu bewältigen. In den Talsohlen finden sich kleine Oasen

Schilf und Maisstroh wird von Hand zusammengebunden und heimgefahren



Die Flüsse werden oft über mehrere Stufen gestaut.



wobei kilometrerlange Stauseen entstehen


Staumauer mit Turbine:  Wasserkraft ist für Kirgisien ein wichtiger Energielieferant


Dank Kohlemine in der Umgebung gibts eine paar wenige grössere Siedlungen



Trotz trockener,  steppenartiger Landschaft: Durst muss niemand leiden.
Coca Cola , Sprite etc gibts überall und immer....



Unten in der Ebene treffen wir auf  die ersten Baumwollfelder


Grenzland zwischen Kirgisien und Usbekistan: Stacheldraht und Wachttürme entlang der Grenze weisen auf die immer noch existierenden Spannungen zwischen diesen beiden Ländern hin.  Die Grenzen wurden von Stalin eher willkürlich gezogen. Die dadurch entstandenen  vielen lokalen Grenzübergange sind alle verbarikadiert.


Der Eingang zum lokalen Basar mutet schon ganz orientalisch an

Baumwolle wird per Ballen verkauft....

Zwiebeln nur sackweise...




Auch Mehl oder Reis kaufen die Grossfamilien per Sack


Der kirgisische Teil des breiten Fergana Tals : dank Bewässerung äusserst fruchtbar


Wir erreichen Osch, eine Stadt an der Seidenstrasse,so alt wie Rom.
Wahrzeichen mitten in der Stadt ist der Salomons Thron. Dieser Felsrücken
 mit natürlichen Höhlen wird von vielen lokalen Pilgern resp. Touristen besucht


Generationsunterschiede: Mutter und Schwester mit Kopftuch
Tochter und Enkel definitiv ohne. Dass der Vater keine Mütze trägt, zeigt  dass die Familie sich zum Islam bekennen, diesen jedoch nur bedingt praktizieren.


Alte Gefässe auf Jurtenteppich im lokalen Museum oben im Berg


 Osh ist ein  Stadt geprägt durch die Sowietzeit.  Niedrige 1-2 stöckige Gebäudesich weit über die Ebene ausbreitend, meist renovationsbedürftig. Eine eigentliche Altstadt mit  Lehmhäusern gibt es nicht mehr. prunkvolle Regierungsgebäude fehlen

Neue Moscheee mit altem Gräberfeld am Fusse des heiligen Bergs




Wahrsagerin und Bettlerin



ein Besuch des Basars ist aber ein Muss



Besonders schön verzierte Brote, 20 Cent das Stück..

Frische Salate in allen Varianten sind leider eher ungeeignet für unsere empfindlichen Mägen


Auch die Kleinen werden schon früh mit dem Basarleben vertraut gemacht

Feigenverkäuferin: Feigenblätter schützen vor Fliegen



"Merceriegeschäft": Verkäuferin mit farblich gut abgestimmter Kleidung

Meistens Frauensache, doch für einmal kaufen Männer die Putzmittel



Utensilien für den Bäcker: Kissen zum den flachen Teigfladen im Ofen an die Wand zu kleben.


Die Auswahl an Motiven für die Brotverzierung ist gross.


Viel enger gehts nicht mehr



Kinderbetten: im unteren Drittel gibts ein Loch im Boden für den Topf



Geschmiedet und geschliffen wird direkt hinter der Ladentheke




Der alte Laster auf dem Marktplatz kann nicht mehr gestartet werden: Notreparatur am Zündverteiler mit grossem Schraubenzieher erforderlich


Hier wird schon ein bisschen mehr High Tech eingesetzt zum Verspleissen von Glasfaserkabeln.
Es ist aber noch ein weiter Weg bis WiFi und Internet eine Selbstverständlichkeit sind


Sags mit Blumen



Typisches lokales Restaurant : Mann isst und trinkt auf Betten sitzend

Wie überall: Hochzeit muss standesgerecht  gefeiert werden: Hier mit Hummer Stretchlimousine. Für die Familie stehen 5 HummerJeeps zur Verfügung


Brautjumpfern mit kecken Frisuren





Wir stehen im Park eines alten sowietischen Pensionates, ein bisschen oberhalb der Stadt
Die Gebäulichkeiten ( im Bild die Kantine) sind in einem miserablen Zustand, aber die schattenspendende Umgebung erleichtert uns den Aufenthalt in der heissen Stadt.


Toilette: Wasser gibts nur ab 17 Uhr



In der Kantine ist ein religiöses Ausbildungszentrum. Die Teilnehmer des Seminars kriegen sogar ein Zertifikat nach Abschluss des Kurses




Unser Abschlussabend in Kirgisien
mit nationalem  Reisgericht ( Reis, Zwiebeln, Peperoni und Rindfleisch) und Tomatensalat 

Morgen gehts über die am Stadtrand liegende Grenze  nach Uzbekistan

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