Dienstag, 13. September 2011

32 Osh Tashkent



Wir stehen an der Grenze zu Uzbekistan im Niemandsland für 8 Stunden an der brütenden Sonne um auf die Grenzkontrolle zu warten, die hier peinlichst genau durchgeführt wird.
Drogenhunde und Zöllner suchen jeden Winkel des Fahrzeugs ab

Der Grenzübergang wird hauptsächlich von chinesischen Riesenlastern (22 Räder) benutzt

Der Taxichauffeur wartet auf die wenigen Passanten, die den Grenzübertritt schaffen. Viele werden zurückgewiesen


Unser Begrüssungsgeld: 260'000 Sum und das in 1000er Scheinen, der grössten Note hier
(2'600 Som sind 1 €) 


 Auf der usbekischen  Seite des Ferghana Tals sind die Baumwollfelder nicht zu übersehen.
Die Pflückerinen sind wie farbige Punkte übers Feld verteilt. Alles immer noch Handarbeit, dafür ist die Qualität der von den  Kapseln separierten  Baumwolle sehr gut. 6 Mio Tonnen werden jedes Jahr geerntet...


Abends werden die Taglöhnerinnen wieder ins Dorf gebracht.
Oft verwenden Studenten der Hochschulen ein Teil ihrer Ferien um die Ernte zu unterstützen.




Der Wohnstil ändertt sich. Die Häuser stehen immer noch an der Strasse wie in Russland, doch ist der Vorgarten einer Pergola gewichen


Viele der zahlreichen Obstbäume sind mit Feuerbrand befallen, hier ein Quittenbaum




Süsse Trauben in Hülle und Fülle, sind aber alle zum Essen bestimmt.
Wein wird hier nur wenig getrunken



Die Hauptstrasse geht durch ein Dorf nach dem andern. Das Ferghana Tal ist sehr dicht besiedelt, ohne grosse Städte zu haben. Ca 8 Mio der 25 Mio Usbeken leben hier.


Entsprechend gross ist das Chaos an Markttagen



Die einzige Verbindungstrasse vom Ferghana  Tal nach Tashkent führt über einen 3500m Pass


entlang der Grenze zu Tadschikistan ( Berge im Hintergrund)



Energiezentrale im Einzugsgebiet von Tashkent

Unser Stellplatz in Tashkent: das alte Uzbekistanhotel, ein Betonkasten Kasten mit erstaunlich ästhetischer Fassade. Innen ist alles mit Marmor verkleidet


was von Hochzeitsgesellschaften..

wie auch vom Fussballclub aus Oman geschätzt wird


Tashkent ist eine offene , moderne Stadt, die nach dem verherenden Erdbeben von 1961 neu aufgebaut worden ist.
Der Zentrale Platz, früher mit Marx dann mit Leninstute ziert heute ein Reiterdenkmal des neuen Nationalhelden: Amir Timur der nach den Wirren von Dchinghis Khan viel für die Einheit Zentralasiens getan hat.


Kongresszentrum aus weissem Marmor



Blitzblanke U Bahnstation
Grafiti sind unbekannt..


Villen mit orientalischem Touch


Und vor allem viele schattenspendende Parkanalgen und Baumalleen


Noble Geschäfte am Hauptboulevard.
Es ist Sonntag, die Strassen fast menschenleer: die Tashkenter warten bis zum kühleren Abend um entlang der  Strassen zu flanieren.


Dramentheater



Oper:Fassade mit arabischen Stilelementen mit  Alabaster Verkleidung




Die einzige aktive Koranschule


Die Koranschüler geniessen einen normalen Unterricht, nebenbei ist noch in 3 Jahren der Koran auswendig zu lernen....
Nach Abschluss der Ausbildung kriegt jeder ein Urkunde (Abitur) und darf als Mullah tätig sein


Es gibt dann die Möglichkeit eine normale oder  theologische Hochschule zu besuchen. Im Bild  sind Hochschulstudenten der Theologie beim Turnunterricht...


Zur Feier als Kulturhauptstadt des Islams,  wurde 2007 eine moderne Moschee in nur 7 Monaten gebaut.
Die Minarette, ursprünglich auch Wacht- und Signaltürme dien heute nur noch dem Muezzin zum Gebet aufzurufen



Tätkräftige Unterstützung erhielt man von allen  islamischen Ländern, so z.B.
Sandelholzsäulen aus Indien


alles ist sehr solide aus Massivholz gebaut


Neben der Moschee werden im Park Störche gehalten


Hinter der Moschee ein altes Mausoleum, das heute zur Aufbewahrung der  ältesten Abschrift des  Korans dient, ein Buch von 0.5 x 0.8 m

Alte Koranschule, heute eher  ein Museum: nur wenige Schulen blieben während der Sowietzeit aktiv


Im Hof wachsen Maulbeer Bäume, die das Futter der Seidenrauben liefern.
Alte Exemplare werden bis 1000 jährig



Innerhalb der Moscheen sind schlichte Versammlungsräume ohne Bilder oder Figuren
(man soll sich kein Bild Allahs machen)

 Trotz Schuhverbot muss geputzt werden

 


Der Durst ist gross bei dieser Wärme.
Kühlung von Getränken im Strassengraben....


Auf dem Basar findet man neben Obst Gemüse und Milchprodukten (Frischkäsekugeln im Bild)



vor allem kleine Handwerksbuden: Drechsler, Bettenmacher



Instrumentenbauer

Holzschnitzer



Seidenbestickte Bildteppiche waren das Meisterstück derFrauen vor der Heirat. Da das Gesicht dem zukünftigen Mann nicht gezeigt werden durfte, sollte dieses Stück für die Qualitäten der Frau bürgen




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