Montag, 19. Mai 2014

33. Tsavo East - Nairobi

Wir verlassen den indischen Ozean auf der Hauptstrasse  Mombasa-Nairobi.
Die Fährüberfahrt und die Durchquerung von Mombasa verlangen vom Fahrer einiges Geschick, da in diesem Verkehrschaos fast keine Verkehrsregeln / Ampeln respektiert werden. Die vielen Checkpoints an den Ausfallsstrassen blockieren zusätzlich den Verkehrsfluss.
Die Strasse über Land ist in sehr gutem Zustand, aber die Hunderten von Lastwagen, die teilweise mit nur10 km/h die leichten Steigungen hochfahren machen ein Fortkommen auf der zweispurigen Strasse sehr mühsam.  

 

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 Wir sind im Tsavo  N.P. , einer der grossen Tierparks , der bis zum Kilimanjaro reicht und durch die Nairobi-Mombasa Road in einen West und Ostteil gespalten wird.

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Blick von der Tsavo Lodge: unendliche Weite der afrikanischen Savanne mit ein paar wenigen Wasserstellen.
Im Gegensatz zum tropischen Urwald an der Küste kriegt die Savanne viel weniger Niederschläge und die Temperaturen sind auf 1400m  ebenfalls moderater .

 

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Der Park ist bekannt für seine „roten" Elefanten.
Sobald der Schlamm der typischen roten afrikanischen Erde auf der Haut eintrocknet, scheinen  die Elefanten in leuchtendes Rot getaucht.

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Junger Bulle

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Das Wasserloch wird auch von Büffeln benutzt

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Selbst das Fell der Zebras hat einen Rotstich...

 

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Wasserspiele  des Elefantennachwuchses.

 

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Büffelherde im Anmarsch. Zum Glück sind wir im Jeep gut geschützt.

 

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Gelb-Nacken Hühner

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Elefanten migrieren je nach Jahreszeit über grosse Distanzen. Sie benutzen auf ihren Wanderungen immer die gleichen  Trampelpfade oder Strassen um besser vorwärts zu kommen.

 

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Bulle: die Stosszähne werden bis 3m lang.
Kein Wunder dass es immer wieder zu Wildereien kommt.
Trotz Überwachung im Park sind im vergangenen Monat zwei der sehr selten gewordenen Nashörner getötet worden.

 

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Der 2 km lange nackte Felsrücken gehört zum afrikanischen Urgestein (Präkambrium).
Er bildet eine natürliche Barriere für das Wasser.
Die Jäger haben früher diesen Ausguck genutzt, um zu Jagen und nachher das zerteilte Fleisch
auf den Felsen zu trocken.

 

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Die beiden Löwinnen ziehen sich nach dem Besuch des Wasserlochs in die nahen Hügel zurück.
Ihre Tarnung in der Savanne ist beinahe perfekt. 

 

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 Nairobi  (3 Mio):
Eigentlich wurde Nairobi wegen der aktuellen politischen Lage aus dem Tourplan gestrichen.
Wir müssen aber trotzdem hin: Judith hat von einem Mückenstich eine schwere Infektion im rechten Bein gekriegt.
Hohes Fieber, akute Gliederschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind nicht ideal beim Campieren. 
Zusätzlich kann man schwere Erkrankungen wie Malaria und Dengue nie ganz ausschliessen. 

Ueber einen Anruf bei der Schweizer Botschaft erhalte ich trotz Wochenende die besten Spitaladdressen. 

In der Notfallstation des Nairobi Hospital wird Judy problemlos aufgenommen und untersucht.
Dank der heutigen schnellen Diagnostiktest ist die  Ursache rasch gefunden. Kortison und Breitbandantibiotika lindern rasch das Fieber und die starke Schwellung und Rötung bilden sich langsam zurück.

Die schweizerische Botschaft erkundigt sich am Abend über den Zustand der Patientin und bietet ihre Hilfe an….

Jetzt ist Rekonvaleszenz angesagt: Judith im Spital, ich im Hotel Silverspring vis a vis.
Hotel und Spital sind stark bewacht, macht Euch also keine Sorgen. 

 

 

 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

40 Griechenland - Italien - Schweiz

Andocken der Fähre aus Patras am frühen Morgen in Igoumenitsa (GR).
Es ist eines der letzten Schiffe nach Venedig vor dem grossen Streik der Seeleute.
Nur mit Mühe konnten wir uns noch ein Platz sichern. 

Die ANEK Line ist auf das Transportieren von Touristen mit und ohne Autos und in dieser Jahreszeit vor allem LKW's spezialisiert.


Wir fahren zwischen der Insel Korfu und....

 

....dem Festland nach Norden



Bald lassen wir die Inseln hinter uns und erreichen das offene Meer



Da Kabinen sehr knapp sind, haben sich findige Camper auf dem Hinterdeck installiert.

Der Hund bewacht das Gepäck, während sein Herr sich schlafen legte



24 Stunden später: Einfahrt in den Hafen von Venedig


Ein Lotsenboot leitet uns durch die seichten Hafengewässer



Venedig Impressionen


Canale Grande


Der Markusplatz, einfach grandios

Wir sind nicht die einzigen im Hafen von Venedig. Vis a vis ein Kreuzschiff,  das aussieht wie ein riesen Wohnblock. Alle Kabinen haben einen  privaten Balkon mit Seesicht, doch nicht ganz unser Reisestil....



Letzte Uebernachtung in Agno am Luganersee


Silvia und Peter sind auch da und empfangen uns mit einem reichhaltigen Aperitiv. 
Am Abend fahren wir mit dem Züglein ins nahe Lugano und geniessen wieder einmal  exquisite Italienische Küche

Am anderen Morgen gehts bei prächtigem Herbstwetter über den San Bernardino nach Hause, wo wir mit Kindern und Kindeskindern in der Chrinne bei einem Racelette ein freudiges Widersehen feiern.
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So das wars also, 30 000 Km, unendlich viele Eindrücke und Erfahrungen aus 14 besuchten  Länder, die  helfen, das Verständnis für fremde Menschen, Sprachen, Schriften und Kulturen  entscheidend zu verbessern.



Donnerstag, 13. Oktober 2011

39 Türkei-Griechenland


Wir sind problemlos in die Türkei eingereist. Die Wageninspektion verlief zügig und ohne Beanstandungen. Aus  lokalen Autos haben die Zollbeamten kanisterweise Benzin konfisziert, das die Türken billig im Iran eingekauft haben.
Der Ararat mit Nebenkrater lässt grüssen


Wir durchfahren die Türkei auf gerader Linie von Ost nach West: 1800 Km!!



Die Herbstfärbung der Blätter  ist schon deutlich erkennbar.
Nachts sinken die Temperaturen in Ostanatolien auf unter Null Grad


Auch die Singvögel sind parat für die Reisein den Süden


Wir wolten eigentlich in Erzurum in der Stadt übernachten, haben jedoch angesichts des Verkehrchaos und der wie wild pfeifenden Polizisten Kehraus genommen und sind aufs Land geflüchtet.
Vor den Bauernhäusern das gewohnte Bild: Gestapelter, getrockneter Kuhdung als Brennstoffquelle für den Winter.

Die weiten Täler werden hauptsächlich für Getreideanbau genutzt



Minarette wie Nadelspitzen sind noch schlanker als im Iran gebaut 


Einkaufstrasse mit den auch hier typischen kleinen Läden

Der Metzger verkauft auch kleine Kochherde und Grills


Kohl gedeiht hier besonders gut. Ein Kopf wiegt wohl gut und gerne 5-10 Kg.

Dass Türken gerne Zwiebeln essen ist bekannt, aber so viel war uns neu.

Interessante Farbkombination der einzelnen Schichten




Wir übernachten in Amasya, einem kleinen Städtchen in Zentralanatolien, das mit seiner alten Bausubstanz viel Charme bewahrt hat. Entsprechend gross ist der Besucherstrom




Der Sommer ist vorbei, doch Eiscreme ist nachwievor gefragt.


Ein ehemaliges Hospital aus dem 14. Jh. , gestiftet durch einen Mongolischen Khan, war bekannt  für chirurgische Eingriffe und Musiktherapie. Der leitende Arzt schrieb und illustrierte  Bücher ueber Behandlung von Krankheiten und Heilkräuter





Historisches Hotel, heute mit Bar und WiFi Internet 

Wohnmuseum in altem Bürgerhaus mit originaler Einrichtung



Wunderschöne Teppiche auf Böden und an Wänden zeugen von viel handwerklicher und gestalterischer Fertigkeit

Der Hamam (Badehaus). Der Aufseher lässt uns bereitwillig eintreten und führt uns in dem mit weissem Marmor ausgekleideten Bad herum. Auf Bänken liegend, schmachten die Besucher im Dampf.
Fotografieren unmöglich, da die Linse sofort beschlagen war



 Erker und Terrassen mit Reben bewachsen geben den Häusern ein besonderes Cachet.


Unser Uebernachtungsplatz liegt direkt neben der Moschee in einer idyllischen Parkanlage. Weniger idyllisch der Muezzin, der uns um 5 Uhr morgens aus dem Schlaf reisst.



Es sind noch 100 Km bis Istanbul, doch sind wir bereits mitten in Wohnvierteln und Industriezonen der Vorstädte .Im Grossraum Istanbul leben über 20 Mio Einwohner und eine unbekannte Zahl Ausländer




Neben Wolkenkratzern mit Luxuswohnungen entsteht eine neue Moschee


Wir überqueren den Bosporus. Ade Asien, wir sind wieder in Europa...


Der Bosporus, die Kontinentalgrenze




Dicht bebaute Wohnquartiere,....


verstopfte Strassen

und viel Fussvolk prägen das Bild im Europäischen Teil der Stadt und dies an einem Sonntag.


Wir fahren an unzähligen Moscheen und alten Palästen vorbei, die die Bedeutung Konstantinopels früher und heute unterstreichen.

Die blaue Moschee und die Hagia Sofia , unser Tagesziel ist in Sicht



Unser Standplatz liegt direkt am Wasser, neben einem kleinen Hafen...



direkt unterhalb der blauen Moschee

In Istanbul treffen sich alle Globetrotter dieser Welt. Hier ein Offroader mit absenkbarem Kabinendach



Auf dem Parkplatz werden gekochte Muscheln angeboten

Auch auf dem Fischkutter , verfolgt von hunderten von Seemöven, gibts offenbar  was zu essen





Istanbul by Night


In der Altstadt nebenan reiht sich Hotel an Hotel . Exklusive  Läden bieten qualitativ hochstehende Waren für Touristen an. In den Teppichgeschäften findet man nachwievor alte  kaukasische und türkische Sammlerstücke, was im Iran fast unmöglich war.


Im orientalischen Cafe mit alten Samowars und Teppichen an den Wänden geniesst man seit langem wieder einmal einen richtigen im Kännchen zubereiteten Kaffee.


Die Wasserpfeifenlassen wir diesmal aus



Die blaue Moschee, eines der schönsten Bauwerke im türkischen Stil, ..


besticht durch die vielen Fenster, die Licht ins Innere des Hauptraumes mit  gewaltigem Kuppeldach bringen.

Trotz dem gewaltigen Besucherstrom, wereden nachwievor Gottesdienste abgehalten




Vis a vis die Hagia Sofia, die heute ein Museum beherbergt. Ein Juwel byzantinischer Baukunst.


Flaute im Geschäft: Der Regen hält die Kunden fern



Auch hier herrscht Flaute wegen den Fluten: Der Basar



Im Garten des Topkapi Sarayi, dem Sultanspalast

Eingang zu den Empfangsräumen für hohe Beamte und Gäste,


im Inneren reich dekoriert
In den Räumen nebenan befindet sich das Harem, in dem bis zu 200 Frauen und Eunuchen lebten

Der Innenhof des inneren privaten Bereiches, zu dem nur Familienangehörige Zutritt hatten 

Sicht von der Terrasse des Privatpalastes auf den Bosporus mit der Hängebrücke der Autobahn im Hintergrund.

Die Kleider des Sultans wurden aus teuren Seidenstoffen aus China gefertigt .




Endlich wieder einmal ein richtiger Supermarkt , nicht nur Tante Emma Läden


Die türkisch -griechische Grenze. Wir steigen nicht einmal aus dem Fahrzeug aus . So einfach sollte das überall gehen...



Griechisches Dorf. Keine Griechisch orthodoxe Kirche zu sehen  aber eine Moschee







Strandszene: Der Sommer ist vorbei


die Gäste sind alle abgereist


Der Fährhafen Igoumenitsa ist in Sicht


Von hier aus gibts zahlreiche Fährverbindungen zu den griechischen Inseln und nach Italien


Die Fähren sind trotz nur wenigerTouristen alle ausgebucht:
LKW's hats das ganze Jahr.
Nur 10 Min vom Hafen entfernt finden wir in einer stillen Bucht ein nettes Plätzchen,


Kiesstrand und glasklares Wasser
Wir geniessen Tag und nutzen die Zeit für ein Update unseres Blog....

Morgen solls mit der Fähre nach Venedig gehen